Forschertag auf der Funkenburg

Dr. August Wilhelm Otten und Ulrich Remmel waren ins kleine Forschungslabor auf der Funkenburg eingeladen.

WERDOHL ▪ Berufsvorbereitung schon im Kindergarten? Als Silke Wiederspahn-Hopmann diese Schlagzeile in unserer Zeitung las, rief sie bei dem Werdohler Unternehmer Ulrich Remmel an und lud ihn als Paten für einen Forscher-Tag am 12. Juni im Jugend- und Bürgerzentrum ein. Das nächste Telefonat führte sie mit Dr. August Wilhelm Otten, dem in Werdohl wohnenden ehemaligen Arbeitgeber-Repräsentanten.

Die beiden Männer hatte sie gestern in den städtischen Kindergarten Funkenburg eingeladen, um ihnen zu zeigen, wie eifrig jetzt schon die Kleinen mit Teelichtern, Smarties, Gläsern und Joghurtbechern „forschen“. Spielerisch wird den Jüngsten so schon ein Zugang zu Naturwissenschaften angeboten. Remmel und Dr. Otten wollen als Paten der Funkenburger Forscher den Kindergarten unterstützen. Remmel wird die Kinder in seinen Betrieb am Kettling einladen und kindgerecht etwas zum Thema Magnetismus erzählen. Dr. Otten, mittlerweile in Pension, kannte sich mit dem Thema schon aus seinem beruflichen Engagement bestens aus: Solche Experimente zur Förderung der Berufsausbildung habe der Arbeitgeberverband im Bereich Metall und Elektro schon mit Schülern unternommen. Jetzt im Kindergarten eine „Keimzelle“ für das Verständnis physikalischer Zusammenhänge zu legen, sei ganz in seinem Sinne.

Silke Wiederspahn-Hopmann war begeistert von den beiden Paten, die „sie sich an Land gezogen hatte“. Schon länger gehöre es zum pädagogischen Konzept des städtischen Kindergartens, die Kinder für naturwissenschaftliche Phänomenr zu interessieren. So saßen gestern die Kleinen mit großen Schutzbrillen und sehr ernstem Gesichtsausdruck vor Experimenten mit Schokokugeln und Wasser.

Was die Funkenburger Forscher schon so alles wissen, will Wiederspahn-Hopmann am 12. Juni bei einem Forschertag allen Vorschulkindern der Stadt vermitteln. Eingeladen werden sollen auch Unternehmer. Zwischen 11 und 14.30 Uhr sind alle Kinder bis etwa sechs Jahre ins Jugend- und Bürgerzentrum an der Schulstraße eingeladen, wirklich tolle und überraschende Experimente zu erleben. Zum Beispiel wird ein Raketenantrieb hergestellt – mehr soll aber noch nicht verraten werden. „Wichtig ist“, so Dr. Otten, „dass die Kinder selbst erleben, dass das nichts mit Zauberei zu tun hat.“

Volker Heyn

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