SPD fordert: Werdohl muss sauberer werden

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Werdohl - Mit dem Brüninghaus-Platz hat die Stadt in diesem Jahr ihr „Wohnzimmer“ gründlich renoviert. Die SPD will das zum Anlass nehmen, ein besonderes Augenmerk auf die Sauberkeit in der Stadt zu legen.

Ein entsprechender Antrag fand im Hauptausschuss am Montag die Zustimmung der anderen Fraktionen. Sie halte die bisherigen Reinigungsintervalle beziehungsweise Maßnahmen zur Reinhaltung der Innenstadt für unzureichend, erklärte die SPD in ihrem Antrag. Dies hätten auch Bürger in zahlreichen Gesprächen immer wieder bestätigt. 

„Die Stadt wirkt oft schmuddelig. Wo erst einmal Müll herumliegt, kommt schnell weiterer Müll dazu“, sagte SPD-Fraktionschef Wilhelm Jansen. Und auch für die öffentlichen Grünflächen müsse ein Konzept erarbeitet werden, damit sie „immer in einem ordentlichen Zustand sind“, forderten die Sozialdemokraten. 

Bürgermeisterin Silvia Voßloh konnte die Kritik der SPD offensichtlich nachvollziehen, gab aber zu bedenken, dass mehr Sauberkeit nicht zum Nulltarif zu haben sei. Die Reinigungsintervalle zu verkürzen oder mehr Personal zur Verfügung zu stellen, koste eben auch mehr Geld. 

Kreativität und "neue Ideen" gefragt

Doch daran solle ein sauberes Stadtbild nicht scheitern, forderten auch CDU und WBG. Wenn nicht mehr Geld zur Verfügung stehe, müsse man eben „kreativ sein“, forderte CDU-Fraktionschef Stefan Ohrmann. Auch Volker Oßenberg (WBG) verlangte „neue Ideen“. 

Die Fraktionen verständigten sich darauf, dass die Stadtverwaltung geeignete Maßnahmen entwickeln solle, um die Sauberkeit im Rahmen der gesteckten Finanzziele zu verbessern. Auch für die Unterhaltung und Bewirtschaftung der öffentlichen Grünflächen solle ein Konzept erarbeitet werden. Der SPD-Antrag enthielt als dritten Punkt auch noch die Forderung, im gesamten Innenstadtbereich, insbesondere entlang der Freiheitstraße und der Bahnhofstraße, freien W-Lan-Zugang zu ermöglichen. Diesbezüglich hat die Stadt aber offenbar schon Maßnahmen ergriffen, wie Fachbereichsleiter Thomas Schroeder erläuterte. Für den Brüninghaus-Platz und die Freiheitstraße bis zum Alfred-Colsman-Platz sei das bereits in Arbeit, berichtete er. 

Freier W-Lan-Zugang

Inwieweit das für jedermann zugängliche W-Lan-Netz auf die Bahnhofstraße ausgeweitet werden könne, sei noch offen. Nach Auffassung der SPD könnten nach dem Wegfall der Störerhaftung neben den Geschäften und Dienstleistern verstärkt auch Privatpersonen angesprochen werden, ob sie bereit wären, einen Router aufzustellen.

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