Projektfonds macht Zuschüsse möglich

WERDOHL ▪ Zuschüsse für einen neuen Fahrradständer vor dem Geschäft in der Innenstadt, eine neue Sitzbank vor der Kirche oder ein Workshop beim Schulfest: Der Projekt- und der Beteiligungsfonds im Rahmen des Stadtumbau West machen es möglich.

Für den Projektfonds stehen in diesem und im kommenden Jahr nach Angaben von Stadtplaner Stefan Groß 30.00 Euro zur Verfügung. Für den Beteiligungsfonds sind es im gleichen Zeitraum sogar 126 473 Euro.

„Der Projektfonds richtet sich an Akteure der lokalen Wirtschaft, Grundstücks- und Immobilieneigentümer oder Gemeinden und Vereine aus der Innenstadt. Förderfähig sind bauliche Maßnahmen im Straßenraum, die Möblierung und Beschilderung des öffentlichen Raumes, die Anlage von Kunstobjekten oder die Umsetzung von Beleuchtungskonzepten“, erklärt Anna Schwengers aus dem Stadtumbaubüro. Dieser Fonds setze sich zu 50 Prozent aus öffentlichen Finanzmitteln und zu mindestens 50 Prozent aus privaten Mitteln zusammen.

Einzige Bedingung: Die Maßnahmen müssten einen nachweisbaren Nutzen für die Innenstadt und das Stadtumbaugebiet haben. Priorität haben dabei das Areal „Untere Innenstadt“, das Bahnhofsumfeld sowie der Nordheller Weg und Teilbereiche der Altenaer Straße. Gefördert werden sollen unter anderem Maßnahmen zur Belebung des Einzelhandels und zur Aufwertung des Stadtbildes. Der Zuschuss dürfe einen Betrag von 2500 Euro nicht überschreiten. Zudem habe der Antragsteller selbst mindestens einen 50-prozentigen Anteil zu tragen. „Wer einen Antrag stellen möchte, kann seine Idee im Stadtumbaubüro, Freiheitstraße 5a, vortragen“, erklärt Anna Schwengers. Sie und ihr Kollege Erik Plöger beraten die Interessierten und halten ein Antragsformular bereit. Ein Gremium, bestehend aus fünf Gewerbetreibenden, drei Vertretern der Stadt und jeweils einem Vertreter von CDU, SPD, FDP und WBG entscheide letztlich über die Vergabe.

„Stadtteilfeste, Mitmachaktionen, Workshops, Wettbewerbe, Imagekampagnen und Ausstellungen die Vereine, Schulen, Kindergärten oder Gemeinden oder Bewohner ausrichten, können zu bis zu 100 Prozent aus dem Beteiligungsfonds bezuschusst werden“, erklärt Anna Schwengers. Dabei dürfe der Förderbetrag nicht weniger als 200 Euro betragen und den Betrag von 2000 Euro nicht überschreiten, weiß die Expertin. Mittel aus diesem Fonds könne für das gesamte Stadtumbaugebiet beantragt werden, so Schwengers weiter. Auch hier gelte: Wer eine Idee habe, könne damit ins Stadtumbaubüro kommen. „Wir sondieren dann, ob sich die Idee umsetzen lässt. Auch hier entscheide ein Vergabegremium, das sich aus Gewerbetreibenden, Vertretern der Verwaltung und der Politik zusammensetze.

Für den 12. Juni planen die beiden Mitarbeiter des Stadtumbaubüros um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im Bürgerhaussaal. Dann wollen sie Eigentümer, Vereine, Einzelhändler und alle anderen Innenstadtakteure über die förderfähigen Maßnahmen aus beiden Töpfen informieren. „Die Flyer werden gerade gedruckt. Weitere Informationen sollen in den kommenden Wochen folgen“, so Anna Schwengers gestern im Gespräch mit unsere Zeitung. - Uta Heinze

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