Förderverein Ahe-Hammer macht weiter: Voßloh übernimmt den Vorsitz

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Der neue Vorstand mit Manfred Buchta (von links), Silvia Voßloh, Udo Böhme und Bernd Neuhaus. 

Werdohl - Silvia Voßloh, Werdohls Bürgermeisterin, ist ab sofort auch Vorsitzende des Förderverereins Osemunddenkmal Ahe-Hammer.

Sie wurde am Donnerstagabend von 21 Stimmberechtigten bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Restaurant Herscheider Mühle mit 18 Ja-Stimmen gewählt. 

2. Vorsitzer ist künftig Manfred Buchta. Er setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen Moritz-Adolf Trappe durch. Buchta erhielt 13 Ja-Stimmen, Trappe eine. Sieben Fördervereins-Mitglieder enthielten sich ihrer Stimme. Geschäftsführer wurde bei den Vorstandswahlen Udo Böhme mit 16 Ja-Stimmen. Einzig verbliebenes Mitglied des bisherigen geschäftsführenden Vorstands ist Kassierer Bernd Neuhaus, der mit 19 Ja-Stimmen wiedergewählt wurde. 

Verein hatte vor der Auflösung gestanden

Damit kann der Verein, der zuletzt vor der Auflösung gestanden hatte, nachdem der Vorsitzende Siegfried Griebsch im August 2017 verstorben war und in der Folge weitere Vorstandsmitglieder aus ihren Ämtern ausgeschieden waren, seine Arbeit nun doch fortsetzen. 

Diese war zuletzt allerdings mächtig ins Stocken geraten, denn die Zusammenarbeit mit der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur als Besitzerin des Hammers gestaltete sich schwierig. Unter anderem war eine Öffnung des Denkmals für Besucher aus Haftungsgründen nur im Beisein von Stiftungsmitgliedern möglich. 

Kaum noch Einnahmen

So konnte der Verein kaum Einnahmen akquirieren und die Förderer ihre Zusage nicht einhalten, den Betrieb mit Spendengeldern in Höhe von 65 000 Euro zu bezuschussen. Nun soll mit der veränderten Vorstandscrew ein Neustart gelingen. 

Mit Regina Schmitz und Paul-Walter Georgi waren auch zwei Vertreter der Stiftung zur Versammlung gekommen. Die beiden schilderten den aktuellen Stand bei der Sanierung des Ahe-Hammers. Demnach ist die Dachabdichtung nahezu abgeschlossen. Noch in diesem Jahr werde zur Abdichtung eine Dränage um den Hammer herum gegraben. 2019 sollen Zimmerer-, Holz-, Maurer- und Putzarbeiten folgen. Wegen der laufenden Bauphase dürfe derzeit nur das Blockhaus gegenüber des Hammers genutzt werden. Ab dem Frühjahr jedoch seien auch wieder Schmiedevorführungen im Hammer möglich – jedoch weiterhin nur in Anwesenheit eines Stiftungsmitgliedes. 

Geld für weitere Arbeiten fehlt derzeit 

Notwendig seien dann noch Korrosionsschutz-Maßnahmen an allen Stahlteilen, sprich: vorzugsweise Fenster und Rahmen. Für diese sei derzeit noch kein Geld vorhanden. Zwei Möglichkeiten führte Schmitz aus: Entweder der Förderverein sammele Spenden, oder Vereinsmitglieder nähmen diese Maßnahmen in Eigenleistungen vor. Die neue Vorsitzende Voßloh ergänzte: „Andernfalls werden die Fensteranstriche auch gemacht, aber eben erst später.“ 

Vor Übergabe des Gesamtgeländes an den Förderverein, schloss Schmitz ihre Ausführungen, solle noch ein Sicherheitskonzept erstellt werden. Auch ein Nutzungskonzept und eine Wirtschaftlichkeitsrechnung seien wünschenswert. 

Der Förderverein hat aktuell 52 Mitglieder.

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