Förderschule in Werdohl: Rat will Beschluss korrigieren

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CDU-Ratsherr Michael Schober (Mitte) ist gestern mit einer Ehrenurkunde aus den Reihen der Ratsmitglieder verabschiedet worden. Der erste stellvertretende Bürgermeister Dirk Middendorf und Bürgermeisterin Silvia Voßloh dankten ihm für sein Engagement.

Werdohl -  Worüber genau haben die Werdohler Kommunalpolitiker im Rahmen der Ratssitzung am 21. November abgestimmt, als es darum ging, dem Märkischen Kreis ein Gebäude anzubieten, in dem eine Förderschule untergebracht werden könnte? Diese Frage – und die damit verbundenen Unstimmigkeiten – standen gestern im Mittelpunkt der letzten Ratssitzung in diesem Jahr.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Jansen hatte sich zu Wort gemeldet, als es darum ging, die Richtigkeit der Niederschrift über den öffentlichen Teil der November-Sitzung zu bestätigen. Jansen erklärte: „Es ging uns nur darum, das Hauptschulgebäude außen vor zu lassen.“ SPD-Ratsherr Jürgen Henke bekräftigte: „Wir sind natürlich nicht gegen eine Förderschule in Werdohl.“ Auch der Vorsitzende der Werdohler Bürgergemeinschaft (WBG), Thorsten Hänel, unterstrich: „Wir wollen dem Kreis selbstverständlich ein Gebäude in Werdohl anbieten, nur nicht das Hauptschulgebäude.“ Hänel sagte, der ursprüngliche CDU-Antrag sei im Laufe der Diskussion viele Male umformuliert worden. So sei es letztlich offenbar zu Verständigungsproblemen und Unstimmigkeiten gekommen.

Der erste stellvertretende Bürgermeister Dirk Middendorf – er leitete die gestrige Sitzung – erklärte, die Bürgermeisterin habe den endgültigen Beschlussvorschlag verlesen. „Was zur Abstimmung stand, war eindeutig.“ Fachbereichsleiter Michael Grabs hingegen räumte ein, dass es auch aus seiner Sicht zu Irritationen gekommen sei. Er schlug vor, das Protokoll genau zu prüfen: „Wenn wir genau wissen, was beschlossen worden ist, können wir einen neuen Beschluss fassen.“ Mit diesem Vorschlag zeigten sich alle Ratsmitglieder einverstanden und verdeutlichten, dass allen Fraktionen – CDU, SPD, WBG und FDP – daran gelegen sei, dem Kreis ein Gebäude in Werdohl als Förderschulstandort anzubieten.

Weiteren Diskussionsbedarf gab es im Verlauf der 21 Punkte umfassenden Tagesordnung nicht mehr. Es galt unter anderem zahlreiche Berichte sowie den Sitzungsplan 2017 zur Kenntnis zu nehmen, und bereits vorab abgesegnete Gebührensatzungen (Abfallbeseitigung, Grundstücksentwässerung, Abwasserbeseitigung) zu beschließen.

Von Carla Witt

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