Förderschule: Kein Standort in Werdohl

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Die Hauptschule lief im vergangenen Jahr aus, im Bild der letzte Schulleiter Thomas Lammers.

Werdohl/Plettenberg - Die Idee von einem Förderschulstandort des Kreises in der ehemaligen Werdohler Hauptschule am Riesei ist offenbar geplatzt. 

Laut den Plänen des Märkisches Kreises sollen die Förderschüler aus Plettenberg und Herscheid ab dem kommenden Sommer in Meinerzhagen unterrichtet werden. 

Die Kinder aus Neuenrade und Werdohl, die zurzeit noch an der Vier-Täler-Schule Plettenberg sind, gehen nach Altena. Dort soll in der ehemaligen Hauptschule am Nüggelnstück ein ganz neuer Schulstandort eingerichtet werden. „Das ist eine sehr unbefriedigende Lösung“, sagt die Plettenberger Schulpflegschaftsvorsitzende Tina Stahlschmidt. „Wir haben alle auf die Lösung Werdohl gehofft, aber leider war der ganze Einsatz umsonst.“ 

Auch der Werdohler Fachbereichsleiter Michael Grabs findet an dieser Nachricht nichts Gutes für Werdohl: „Das hat uns keine Freude bereitet.“ Die dann weiter leer stehende Realschule werde die gerade ruhende Debatte um die Schullandschaft wieder neu aufbringen. Eine Förderschule in Werdohl galt lange als wahrscheinlich, weil sie geografisch genau in der Mitte gelegen hätte für das Einzugsgebiet Plettenberg, Werdohl, Altena und Neuenrade. 

Gebäude ist zu klein

Die Stadt hatte dem Märkischen Kreis als Gebäude die leer stehende Erich-Kästner-Schule am Riesei angeboten. Die Bewertung des Kreises fällt allerdings so aus: „Das Gebäude in Werdohl ist für die erforderliche Unterbringung von rund 200 Schülern und deren Förderbedarfe zu klein bemessen. Eine Nutzung als Schulstandort für die Mosaikschule scheidet daher aus Sicht der Verwaltung aus.“ 

Weiter heißt es in der Vorlage: „Das Gebäude am Standort Werdohl verfügt über 12 Klassenräume sowie Räume für den PC-, Textil-, Hauswirtschafts- und Kunstunterricht. Die Fachräume für die naturwissenschaftlichen Fächer befinden sich in der benachbarten Gesamtschule und müssten nach Absprache mit dieser genutzt werden. 

Vieles müsste angepasst werden 

Die Turnhalle müsste ebenfalls mit der Gesamtschule gemeinsam genutzt werden. Für die Betreuung der Kinder im Rahmen der OGS stehen in dem Schulgebäude Räume zur Verfügung. Diese müssten entsprechend ausgestattet oder nachgerüstet werden. 

Das Außengelände müsste insbesondere für die Schülerinnen und Schüler der Primarstufe hergerichtet werden. Da sich die Gesamtschule auf dem gleichen Grundstückskomplex befindet, müsste zudem eine Aufteilung des Grundstückes durch einen Zaun oder ähnlichem erfolgen. 

Der kalkulierte Renovierungsbedarf beläuft sich auf insgesamt 370 000 Euro.“ Die Förderschullandschaft im Kreis soll nach den Plänen so aussehen, dass es Standorte in Meinerzhagen, in Lüdenscheid-Gevelndorf und in Altena-Rahmede geben soll. Vieles deutet darauf hin, dass sich der Schul- und Sportausschuss des Kreises in seiner Sitzung am 28. September dafür aussprechen wird.

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