Vorbereitungen für Denkmaltag laufen

Nach der Flut: Der Ahe-Hammer läuft wieder

Ahe-Hammer wird zum Denkmaltag wiedereröffnet
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Der Hammer läuft. Das war das positive Resultat einer Überprüfung am Dienstag. Wichtig war dabei vor allem, dass der Hammer an der richtigen Position über dem Amboss sitzt und nicht während des Schlagens „wandert“.

Der Ahe-Hammer läuft gut. Diese erfreuliche Nachricht konnte am Dienstag ein vierköpfiges Technikerteam aus Dortmund verkünden, das nach Werdohl gekommen war, um die Funktionsfähigkeit der historischen Schmiede zu überprüfen. Wichtig war dabei vor allem, dass der Hammer fest ist und an der richtigen Position sitzt.

Werdohl/Herscheid - Das tut er, wie nun die Vertreter des Fördervereins Osemunddenkmal Ahe-Hammer Herscheid/Werdohl, Manfred Buchta und Michael Eckhardt, wissen. Die Nachricht kommt ihnen gelegen, denn am kommenden Sonntag, 12. September, ist Denkmaltag. Fast 400 Jahre Geschichte können sich die Besucher an diesem Tag im Ahe-Hammer anschauen.

„Von der Überprüfung war abhängig, ob wir Schmiedevorführungen machen können oder nicht“, erklärte Michael Eckhardt. Das geht nun also. Buchta hat auch einen Schmied gefunden, der am Sonntag vor Ort sein wird. Er soll Vorführungen geben und das heiße Eisen zwischen Hammer und Ambos bearbeiten. Besucher können dann also live sehen, wie der Hammer funktioniert.

Damals wie heute wird das Wasser der Ahe in einem Hammerteich gestaut. Das Wasser treibt ein Wasserrad an, das wiederum weitere Bauteile wie Getriebe und Antriebswelle in Bewegung versetzt.

„Besucher erfahren, wie ein Hammerwerk funktioniert, welche Leistung erzielt werden konnte und wozu der besondere Osemund-Draht genutzt wurde“, teilt Anna Gerhard, Sprecherin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, mit. „Die Räume gewähren auch einen interessanten Einblick in das bescheidene Leben der Schmiedeleute.“ Die Stiftung ist Inhaberin des Ahe-Hammers und zwölf weiterer Industriedenkmäler, an denen am Sonntag ebenfalls Aktionen stattfinden sollen.

Im Ahe-Hammer jedenfalls scheint fast alles vorbereitet zu sein: Nach dem Hochwasser Mitte Juli ist inzwischen aufgeräumt worden. Schubkarren voll Schlamm habe man hinausgeschafft, berichtet Michael Eckhardt. Von dem Chaos sieht man nicht mehr viel und nun ist auch das Hammerwerk wieder in Schuss. Einige Lager wurden am Dienstag frisch gefettet.

Denkmaltag am Sonntag

Dem Denkmaltag steht also nichts mehr im Weg. Besucher können am Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr vorbeikommen. Der Eintritt ist frei, allerdings gilt die 3G-Regel: Nur Getestete, Genesene oder Geimpfte dürfen den Ahe-Hammer betreten. Testnachweise dürfen dabei nicht älter sein als 48 Stunden.

Zudem gilt Mundschutz-Pflicht. Auf dem Gelände des Ahe-Hammers soll ein Zelt aufgebaut werden, an dem den Besuchern Getränke, Waffeln und Gegrilltes angeboten werden.

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