Raum der Begegnung für Asylbewerber

+
Lothar Jeßegus von der Flüchtlingshilfe Werdohl freut sich darüber, dass viele Werdohler das Projekt unterstützen.

Werdohl - Nachdem die Flüchtlingshilfe Werdohl bereits ein Deutschkurs-Angebot für Flüchtlinge ins Leben gerufen hat, planen die Ehrenamtlichen jetzt die nächsten Schritte. Einmal im Monat möchte das Team um Lothar Jeßegus einen „Raum der Begegnung“ für die Asylbewerber schaffen.

„Die Flüchtlinge sollen sich hier wohlfühlen können“, sagte Jeßegus, der die Pläne vorstellte. Der Initiator des Projektes freut sich über viel positive Resonanz und die Spendenbereitschaft der Werdohler. „Vor allem die vielen spontanen Hilfsangebote und die hohe Motivation der ehrenamtlichen Mitarbeiteter hat uns Initiatoren in der Annahme bestärkt, dass die Flüchtlingshilfe in Werdohl von vielen Menschen begrüßt und mitgetragen wird“, sagte der Beauftragte der evangelischen Kirchengemeinde für die Flüchtlingshilfe.

Das erste Treffen des Teams mit 26 Flüchtlingen aus rund 15 Nationen vor knapp zwei Wochen habe deutlich gemacht, „wie wichtig es ist, Orte zu haben, an denen Hilfesuchende und Hilfsbereite aufeinander zugehen können“. In dem neuen Raum der Begegnung sollen Flüchtlinge sich austauschen können – und Gastfreundschaft erfahren. Außerdem soll es eine Art Börsenplatz sein, um Hilfsbedarf und Hilfsangebote zusammenzubringen.

„Familie X sucht einen gut erhaltenen Kühlschrank, Herr Y benötigt Begleitung bei einem Arztbesuch oder die beiden Kinder der Familie Z möchten sich gern sportlich betätigen“, nennt Jeßegus einige Beispiele dafür, was die Flüchtlinge brauchen könnten. So sollen diejenigen, die das wollen, in ganz konkreten Fällen helfen können.

Viele Werdohler haben sich schon gemeldet und Hilfe oder Spenden angeboten. So habe zum Beispiel jemand angerufen, der gerade eine Wohnung auflöste, und Bettzeug angeboten. In vielen Fällen vermittele das Netzwerk die Flüchtlinge aber auch an bereits bestehende Anlaufstellen weiter. „Wir wollen keine zusätzliche Kleiderkammer schaffen“, sagte Lothar Jeßegus. Wenn entsprechende Anfragen der Asylbewerber kämen, verweise das Team der Flüchtlingshilfe auf passende Ansprechpartner. Auch zu solchen Hilfsangeboten sollen bei den monatlichen Begegnungen Informationen bereitgestellt werden.

Nicht nur aus der Bürgerschaft erfahre das Projekt viel Unterstützung, betonte Jeßegus. Auch die Stadtverwaltung helfe mit, indem sie zum Beispiel zwischen den Flüchtlingen und der Initiative vermittele. Die evangelische und die katholische Kirchengemeinde trügen das Projekt durch Spenden mit und stellten Räume zur Verfügung. Das Projekt sei aber überkonfessionell und richte sich auch an Menschen, die nicht regelmäßig in die Kirche gingen, sagte Jeßegus. - Von Constanze Raidt

Wer im Team Flüchtlingshilfe Werdohl mitarbeiten möchte, wendet sich an Lothar Jeßegus unter Tel. 0 23 92 / 7 01 62 oder per E-Mail an lothar@jessegus.de. Finanzielle Unterstützung der Initiative ist in Form einer Spende auf das Konto der Ev. Kirchengemeinde Werdohl bei der KD-Bank Dortmund, IBAN: DE28 3506 0190 2001 1930 18, BIC: GENODED1DKD, möglich. Kennwort: Flüchtlingshilfe Werdohl.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare