Flüchtlingshilfe: Start der Sprachkurse

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Am Dienstag haben die ersten Sprachkurse der Flüchtlingshilfe Werdohl begonnen. Zehn ehrenamtliche Dozentinnen – unser Foto zeigt Dorothee Hultsch – unterrichten nun regelmäßig Flüchtlinge und Asylbewerber.

Werdohl - „Guten Tag. Mein Name ist Mohamed. Ich komme aus Syrien.“ Obwohl der Sprachkursus für Asylbewerber und Flüchtlinge erst vor wenigen Minuten begonnen hat, hat der junge Teilnehmer diese Sätze schon verinnerlicht.

„Sie wollen unbedingt Deutsch lernen“, sagt Lothar Jeßegus von der Flüchtlingshilfe Werdohl gestern beim Start der ersten Deutsch-Kurse dieser Organisation. Nicht alle der rund 30 Personen waren zum Diakonischen Werk an die Schulstraße gekommen. Jeßegus und seine Mitstreiter vermuteten, dass nicht alle die Örtlichkeit auf Anhieb gefunden hätten, anderen – so die Vermutung – fehle vielleicht der Mut. „Wir werden uns überlegen, ob wir die Menschen an einem zentralen Ort abholen können“, kündigte Jeßegus an.

Vier Kurse pro Woche werden jetzt im katholischen Jugendheim angeboten. „Die Teilnehmer sollen lernen, sich im Alltag zurecht zufinden. Wir wollen ihnen auch ermöglichen, mit Werdohlern in Kontakt zu treten“, beschreibt Jeßegus. Interessierte könnten jederzeit einsteigen, eine zeitliche Begrenzung des Angebotes gebe es nicht. „Es kommt darauf an, wie viele Menschen noch zu uns kommen und über welchen Zeitraum das der Fall sein wird.“

Die Teilnehmer, die am Dienstag ihre ersten Sätze gelernt haben, waren begeistert bei der Sache. Ebenso wie die Dozentinnen, die die Flüchtlinge und Asylbewerber ehrenamtlich unterrichten. Die Werdohlerinnen Dorothee Hultsch, Inge Jülich, Heidrun Kraus, Anja Meurer, Anne Paulekuhn, Siegried Schmale, Margaret Sellhorst, Ingeborg Vizkelety, Petra Yazigi und Marie-Luise Zemke wollen auf diese Weise helfen.

Alle diejenigen, die sich ebenfalls einbringen möchten, sind für Freitag ab 18 Uhr zum Begegnungstreffen ins Gemeindehaus Stadtmitte der evangelischen Kirche eingeladen. „Wir wollen noch vieles organisieren, zum Beispiel sportliche Aktivitäten“, kündigt Jeßegus an. Er sagt: „In erster Linie geht es aber darum, die Menschen anzunehmen, ihnen zuzuhören und sie einzubinden.“ - Von Carla Witt

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