Flüchtlingshilfe benötigt Elektrogroßgeräte und vieles mehr

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Uwe Röther ist als ehrenamtlicher Fahrer für die Flüchtlingshilfe im Einsatz. Gerade hat er eine Küche abgeholt, die ein Werdohler gespendet hat. Diese Möbel sind begehrt.

Werdohl - „Wir haben eine Liste angelegt. Darauf stehen auch die Namen einiger Menschen, die schon seit Wochen auf ein Elektrogroßgerät warten“, sagt Monika Eckardt von der Flüchtlingshilfe Werdohl.

Obwohl kaum noch neue Flüchtlinge in Werdohl ankommen, benötigt die Flüchtlingshilfe Nachschub: Waschmaschinen, Kühlschränke, Herde und Backöfen, Elektrokleingeräte – beispielsweise Mixer und Wasserkocher, Haushaltswaren, Bestecke, Betten, Decken, Taschen, Koffer, Lampen, Teppiche und Sat-Receiver sowie Tische sind besonders gefragt.

„Viele Flüchtlinge wechseln jetzt zum Jobcenter und bekommen eine eigene Wohnung. Dann fangen sie bezüglich der Einrichtung von vorne an“, sagt Eckardt, die gemeinsam mit Michael Filius für das Möbellager der Flüchtlingshilfe verantwortlich ist. Unterstützt werden sie von drei ehrenamtlichen Fahrern und weiteren zehn ehrenamtlichen Helfern. 

35 bis 40 Frauen und Männer stehen vor der Tür

Jeweils dienstags im Zwei-Wochen-Rhythmus können Flüchtlinge im Möbellager im Gewerbehof an der Neustadtstraße einkaufen. Oftmals stünden dann 35 bis 40 Frauen und Männer vor der Tür. „Wir nehmen quasi ein Taschengeld für die Dinge, die wir abgeben“, erklärt Filius. So koste etwa eine komplette Küche zwischen 40 und 50 Euro. 

„Mit diesem Anerkennungsbetrag stellen wir sicher, dass die Menschen nur das mitnehmen, was sie auch wirklich brauchen,“ stellt Monika Eckardt fest. 

Im Möbellager können die Flüchtlinge einkaufen. Auch Sitzgarnituren sind dort zu haben. „Das eine oder andere Sofa können wir noch gebrauchen. Zu wuchtig sollten sie aber nicht sein – die Wohnungen der Flüchtlinge sind nicht groß“, sagt Monika Eckardt.

Die Verständigung zwischen den ehrenamtlichen Helfern und den Flüchtlingen funktioniere ohne Dolmetscher. „Mit Händen, Füßen und Englisch“, schmunzelt Filius. Er und Monika Eckhardt würden sich freuen, wenn sich weitere Fahrer finden würden, die Möbel von Spendern abholen und zu den Flüchtlingen bringen. 

Ein Transporter ist vorhanden, schwer tragen müssten die Fahrer nicht: „Wir arbeiten mit dem Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft hier im Gewerbehof zusammen. So haben wir Helfer, wenn wir Möbel holen und liefern“, erzählt Michael Filius.

Wer helfen möchte, kann sich beim Michael Filius, Tel. 01 71/9 99 10 29 melden. Auch diejenigen, die gut erhaltene Möbel, Elektrogeräte und Gebrauchsgegenstände abgeben möchten, sollten sich an Filius wenden, um einen Abgabe- oder Abholtermin zu vereinbaren.

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