Rosmart rollt für Gerhardi den roten Teppich aus

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Die Stadt Altena will den Bebauungsplan für dieses Teilgebiet im interkommunalen Gewerbegebiet Rosmart ändern. Damit kommt die Geschäftsführung der Gewerbepark Rosmart GmbH Vorstellungen des Interessenten Gerhardi nach, der dort bauen will.

Werdohl - Dass die Firma Gerhardi auf Rosmart an einem riesigen Grundstück interessiert ist, wird vom Unternehmen nicht infrage gestellt. Anfragen dazu hat die Unternehmensleitung allerdings bislang nicht beantwortet. Derweil rollt die Geschäftsführung des Gewerbeparks Rosmart den roten Teppich aus: Für das riesige Grundstück wird Ende des Monats der Bebauungsplan geändert.

Der Gewerbepark Rosmart wird zwar von den drei Städten Lüdenscheid, Werdohl und Altena betrieben, das Gelände liegt aber komplett auf Altenaer Gebiet. Von daher sind alle baurechtlichen Änderungen mit dem Planungsamt der Stadt Altena in Person von Roland Balkenhol zu klären.

Die Stadt Werdohl hatte zum Beispiel im konkreten Fall noch nicht einmal Kenntnis davon. Es geht um das bislang unverkaufte Gelände auf Rosmart an der Baustraße „Homert“, die neben der Kletterwelt Sauerland liegt.

Grundstück von 72.000 Quadratmetern

In der Vorlage für den Altenaer Planungsausschuss steht: „Ein in der Region ansässiges Unternehmen möchte eine größere zusammenhängende Fläche erwerben, um dort einen Industriebetrieb zu errichten.“

Die „größere Fläche“ ist tatsächlich das größte noch frei verfügbare Grundstück im Gewerbepark Rosmart. Thomas Schröder, Geschäftsführer der Märkischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GWS) rechnet für das Grundstück 72.000 Quadratmeter aus. Weitere noch freie, zusammenhängende Flächen kommen nur noch auf 18.000 Quadratmeter.

Baustraße soll verkürzt werden

Die GWS ist übrigens nur Minderheitsgesellschafter bei der Rosmart-GmbH. Bis zu einem gewissen Übergabepunkt sei die GWS an Gesprächen mit Investoren beteiligt, sagte Schröder. Wenn es ganz konkret werde, übernehme die Geschäftsführung, bestehend aus Thomas Schroeder aus Werdohl, Edgar Weinert aus Lüdenscheid und Sarah Schmidt aus Altena.

Gerhardi ist am Standort Ibbenbüren gut aufgestellt, davon sind Werkleiter Klaus Henschke, Logistik-Leiter Markus Evers und Markus Hoffboll (Assistenz Werkleitung; von links) überzeugt. 60 neue Arbeitsplätze aus Werdohl kommen jetzt hinzu. In 2018 wird weiter investiert.

Um den Interessen des Investors entgegenzukommen, soll die Stadt Altena die als Baustraße angelegte Straße „Homert“ verkürzen und bereits vorhandene Kanal-Trassen verlegen. In der Vorlage ist zu lesen, dass dabei lediglich die öffentliche Straßenverkehrsfläche zugunsten der Baufläche verkleinert werde. Festgesetzte Leitungsrechte würden in neue Leitungstrassen verschoben. Die Änderungen seien für das Gewerbegebiet nur unwesentlich und wirkten sich nicht auf die Grundzüge der Planung und auch nicht auf Nachbargebiete aus.

60 neue Arbeitsplätze in Ibbenbüren

Die Galvanik von Gerhardi in Dresel war Anfang November vergangenen Jahres komplett ausgebrannt. Wie es mit dem Standort und den 180 Mitarbeitern in Werdohl weitergeht, teilte Gerhardi bislang nicht mit. Anfang Januar hieß es aus dem Gerhardi-Werk in Ibbenbüren, dass dort 60 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, die den Ausfall in Werdohl kompensieren sollen.

Klaus Henschke, Werkleiter bei Gerhardi in Ibbenbüren, erklärte dazu auf Anfrage der Ibbenbürener Volkszeitung: „Es ist geplant, bis zu 60 neue Arbeitsplätze in allen Unternehmensbereichen am Standort zu schaffen, um die Erhöhung der Produktionsleistung zu realisieren. Schwerpunkt sind Mitarbeiter in der Bauteilkontrolle.“

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