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Firma aus dem MK produziert für Großprojekt am Gelben Meer

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Von: Volker Griese

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Vossloh-Vorstandsvorsitzender Oliver Schuster, hier beim Festakt anlässlich der Produktion der einmilliardsten Vossloh-Spannklemme im Juli 2020, freute sich über den Zuschlag aus China.
Vossloh-Vorstandsvorsitzender Oliver Schuster, hier beim Festakt anlässlich der Produktion der einmilliardsten Vossloh-Spannklemme im Juli 2020, freute sich über den Zuschlag aus China. © Volker Griese

Der Werdohler Bahntechnikkonzern Vossloh hat einen weiteren Großauftrag aus China erhalten. Vossloh soll die Schienenbefestigungen für einen dort entstehenden Abschnitt der Hochgeschwindigkeitsbahn des sogenannten Küstenkorridors liefern.

Werdohl ‒ Das Programm Gao Tie für den Hochgeschwindigkeitsverkehr in der Volksrepublik China, das der chinesischen Staatsbahn China Railways (CNR) unterstellt ist, sieht sowohl den Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken als auch die Beschaffung von Hochgeschwindigkeitszügen vor. Der größte Teil des Streckennetzes im Reich der Mitte sind bestehende oder auszubauende Strecken, nur ein verhältnismäßig kleiner Teil muss neu gebaut werden. Das gesamte chinesische Schnellfahrnetz soll inzwischen rund 40.000 Kilometer umfassen.

Der Küstenkorridor ist eine Strecke entlang der Ostküste Chinas, in der Provinz Shandong. Die Strecke zwischen der 9-Millionen-Metropole Weifang und der für ihr Bier namens Tsingtao bekannten Küstenmetropole Qingdao teilt sich in zwei Teile, von denen einer Weifang direkt mit Qingdao verbindet und der andere von Weifang über Yantai nach Qingdao verläuft.

Bereits zum dritten Mal innerhalb der letzten vier Monate wurde Vossloh nun beauftragt, Schienenbefestigungssysteme für den Neubau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zu liefern. Im Februar erhielt Vossloh den Auftrag für die Lieferung von Schienenbefestigungen für die 200 Kilometer lange Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Laixi und Rongcheng ebenfalls in der ostchinesischen Provinz Shandong. Bereits im Dezember konnten die Werdohler einen 30-Millionen-Euro-Auftrag über Schienenbefestigungen für ein Bahnprojekt in Südchina ergattern. Diesmal handelt es sich um die etwa 250 Kilometer lange Verbindung zwischen zwei Millionen-Metropolen auf der Halbinsel Shandong, der Drachenstadt Weifang und der Hafenstadt Yantai am Gelben Meer. Dort sollen demnächst bis zu 350 km/h schnelle Züge verkehren.

Der Auftrag hat Unternehmensangaben zufolge ein Volumen in Höhe von umgerechnet rund 50 Millionen Euro. Abgewickelt wird er von der 120 Mitarbeiter zählenden Tochtergesellschaft Vossloh Fastening Systems China Co. Ltd. mit Sitz in Kunshan, etwa 60 Kilometer westlich von Shanghai. Planungsgemäß soll die Auslieferung in den Jahren 2023 und 2024 erfolgen.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir in kurzer Folge einen weiteren bedeutsamen Auftrag in einem strategisch wichtigen und höchst anspruchsvollen Markt gewinnen konnten. Dies ist ein erneuter Beleg für das Vertrauen, das unserem technologischen Know-how und der überragenden Qualität unserer Produkte entgegengebracht wird“, wird Oliver Schuster, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG, in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitiert.

Die geplanten Umsätze im Vossloh-Geschäftsfeld Fastenings Systems in China seien für das laufende Jahr durch gewonnene Aufträge bereits abgedeckt, hieß es darin weiter. Mit dem nun zusätzlich gewonnenen Auftrag seien darüber hinaus auch die für 2023 erwarteten Umsätze im Bereich Befestigungssysteme für Hochgeschwindigkeitsstrecken in China zum Großteil abgesichert. „Das sind hervorragende Voraussetzungen, um unsere ehrgeizigen Wachstums- und Profitabilitätsziele zu erreichen“, erklärte Schuster.

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