Fiona Wildenburg geht für neun Monate nach Neuseeland

Die 15-jährige Fiona Wildenburg wird zu einem neunmonatigen Aufenthalt nach Neuseeland aufbrechen. Sie freut sich vor allem auf die Natur. -  Foto: Finger

Werdohl - „Ich bin schon ziemlich aufgeregt. In weniger als zwei Wochen geht’s ja bereits los“, sagt Fiona Wildenburg. Die 15-jährige Schülerin, die das Burg-Gymnasium in Altena besucht, startet am Montag, 19. Januar, zu einem neunmonatigen Aufenthalt nach Neuseeland. Dort wird die Werdohlerin, die in ihrer Freizeit in mehreren Orchestern Cello und Geige spielt, in Auckland zur Schule gehen und dort bei einer Gastfamilie wohnen. Beworben hatte sie sich im Laufe der Sommerferien.

„Für mich stand bereits länger fest, dass ich auf jeden Fall ins Ausland gehen möchte. In der engeren Auswahl standen Schulen in Irland, Schottland und Neuseeland, die jeweils ein Orchester haben“, erinnert sich Fiona zurück. Neuseeland sei aber mit Abstand ihr Favorit gewesen, „allein schon deshalb, weil es so weit entfernt ist und eine unbeschreibliche Naturlandschaft zu bieten hat.“

Auch die Vorfreude auf die Gastfamilie, die Fiona für die Zeit aufnehmen wird, ist riesig: „Mit denen konnte ich bereits mehrfach über das Internet telefonieren. Die ganze Familie macht einen sehr sympathischen Eindruck. Wir planen bereits mehrere größere Rundreisen.“

Nach der Bewerbungphase, bei der die begeisterte Cello- und Geigenspielerin jeweils eine DVD mit einer eigenen musikalischen Darbietung beigelegt hatte, hatte Fiona Glück und erhielt eine positive Antwort aus Auckland von Mitarbeitern des „Macleans-College“. „Leider bekam ich zwar nicht das gewünschte Stipendium, aber die Verantwortlichen fanden meine musikalische Darbietung richtig gut und sagten mir sofort einen Platz am College zu“, erinnert sich Fiona und strahlt freudig. „Sie wollten mich unbedingt für das Schulorchester haben.“

In Neuseeland nehmen die Orchester und Schulchöre im August jeweils an einem nationalen Wettbewerb teil, bei dem die Schulen gegeneinander antreten. Damit Fiona sich dort auch beteiligen kann, wurde ihr Aufenthalt auf neun Monate – statt der üblichen sechs Monate – verlängert. Viele positive Eindrücke aus der fremden Kultur will Fiona mitnehmen, wenn sie „das andere Ende der Welt erlebt.“ So kann sich die 15-Jährige auch vorstellen, dass sie später, nach dem geplanten Lehramtsstudium für Sonderpädagogik, selbst im Ausland leben könnte. Im Rahmen ihres ausfüllenden Musikhobbys betreut Fiona auch mehrere Kinderorchestergruppen.

Der fast 32 Stunden langen Reise – inklusive zwei Zwischenstopps in Dubai und auf dem australischen Festland – sieht die Schülerin gelassen entgegen: „Ich werde sehr viel Lesestoff und Musik mit ins Flugzeug nehmen, so dass die Zeit buchstäblich wie im Fluge vergehen wird“, ist sich Fiona Wildenburg sicher.

Die Schülerin hat zugesagt, von ihrem Aufenthalt, den Erlebnissen und ihrem Alltag auf der Südhalbkugel Bericht zu erstatten: „Ich werde regelmäßig von mir hören lassen“, verspricht Fiona. „Der Abschied von meiner Familie und Freunden wird mir sicherlich schwer fallen, aber neun Monate sind auch keine Ewigkeit.“

Von Benny Finger

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