Insgesamt 33.000 Euro

Finanzspritze in doppelter Form: Unternehmen im MK unterstützt Mitarbeiter und Einzelhandel

Kracht-Personalchef Stefan Ochse (rechts) zeigt die Gutscheine, die die Mitarbeiter mit den letzten drei Monatsabrechnungen des Jahres erhalten. Pressesprecher Johannes König (links) erläuterte, was dahintersteckt.
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Kracht-Personalchef Stefan Ochse (rechts) zeigt die Gutscheine, die die Mitarbeiter mit den letzten drei Monatsabrechnungen des Jahres erhalten. Pressesprecher Johannes König (links) erläuterte, was dahintersteckt.

Der Pumpenhersteller Kracht aus Werdohl geht einen unkonventionellen Weg, um in der Corona-Krise einerseits den heimischen Einzelhandel zu unterstützen und sich andererseits bei der eigenen Belegschaft für ihr Engagement in schwierigen Zeiten zu bedanken.

Das Unternehmen lässt sich das gut 33 000 Euro kosten.

„Wir haben überlegt, wie wir in diesen Zeiten den örtlichen Einzelhandel unterstützen können“, erklärte Kracht-Pressesprecher Johannes König, wie es zu der Entscheidung gekommen ist, allen 368 Mitarbeitern am Standort Werdohl Einkaufsgutscheine auszuhändigen. Mit den letzten drei Lohn- und Gehaltsabrechnungen des Jahres und neben dem tariflichen Weihnachtsgeld erhalten die Kracht-Beschäftigten je einen Gutschein über 30 Euro, mit dem sie – je nach ihrem Wohnort – in Geschäften in Werdohl, Neuenrade oder Plettenberg einkaufen können. Für den Einkauf in Werdohl hat Kracht Wertscheine im Wert von insgesamt rund 20 000 Euro, für Neuenrader Geschäfte Gutscheine über etwa 8900 Euro und für Einkäufe für Plettenberg Wertschecks über 4400 Euro geordert.

Die Sonderzahlungen sind steuerfrei

„Diese Sonderzahlungen sind steuerfrei und werden auch nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet“, erläuterte Kracht-Personalchef Stefan Ochse, dass die insgesamt je 90 Euro den Mitarbeitern in voller Höhe für Einkäufe zur Verfügung stehen. Er betrachtet die Maßnahme deshalb auch als eine kleine Entlastung für die Mitarbeiter, die unter der coronabedingten Kurzarbeit zu leiden hätten.

Für Kracht-Sprecher König ist die Verteilung der Gutscheine „eine nette Geste in der Vorweihnachtszeit“. Vor allem zeige das Unternehmen damit aber seine Verbundenheit mit der Region, weil das Geld in den örtlichen Einzelhandel fließe. Weil zudem die Kracht-Mitarbeiter profitierten sei das Ganze eine Win-Win-Situation, sagte König, der auf Nachahmer hofft: „Vielleicht ist das ja ein Anreiz für andere Unternehmen, so etwas auch zu tun“, sagte er.

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