Finanznot überschattet Aufbruchstimmung

Klara Finja Brömme, hier mit ihrer Mutter Marie-Bénédictine Helga Margarete Brömme, hat am 5. Januar das Licht der Welt erblickt. Der Bürgermeister gratulierte der Familie.

WERDOHL ▪ „Wir schaffen das gemeinsam.“ Mit diesen Worten hat Bürgermeister Siegfried Griebsch die Werdohler gestern beim Jahresempfang im Festsaal Riesei ermutigt, an der Gestaltung ihrer Stadt mitzuarbeiten.

Der Bürgermeister konnte sich über ein „volles Haus“ freuen, als er zunächst die positiven Entwicklungen beleuchtete. „Da ist sicher an erster Stelle der Stadtumbau zu nennen“, betonte er. Sichtbarstes Zeichen sei die Sanierung des Bahnhofgebäudes, aber auch das Fassadenprogramm, das City-Umbaumanagement und einiges mehr zählte er auf. Dass möglicherweise das ehemalige SB-Warenhaus an der Inselstraße wiederbelebt werde, habe bereits private Eigentümer dazu bewogen, eine Teilnahme am Fassadenprogramm in Erwägung zu ziehen.

Allerdings müsse man bei dieser „sehr guten Entwicklung für das Bahnhofsviertel“ darauf achten, dass die geschilderte Entwicklung nicht zu Lasten der eigentlichen Innenstadt gehe. Aus diesem Grunde würden auch Projekte in der Innenstadt umgesetzt. „Wir starten heute mit dem Beteiligungswettbewerb zum Thema“, erklärte Griebsch – und verwies auf den entsprechenden Stand im Eingangsbereich des Gebäudes. Diesen hatten kurz nach dem offiziellen Teil des Neujahrsempfangs bereits zahlreiche Werdohler besucht – und ihre Ideen zur Umgestaltung des Brüninghaus-Platzes mitgeteilt. Mehmals tauchte in diesem Zusammenhang das Stichwort „attraktive Sitzgelegenheiten“ auf. Auch überlegen die Bürgerinnen und Bürger, wie die Verbindung der Innenstadt mit der Lennepromenade attraktiver gestaltet werden könnte.

Doch auch außerhalb des Stadtumbaus gebe es gute Nachrichten, betonte der Bürgermeister – und erinnerte unter anderem an den Konsens in der Grundschullandschaft, den Beschluss zur Schaffung der U-3-Kita-Plätze sowie den Verkauf des Feuerwehrgerätehauses in Eveking. Lobend erwähnte Griebsch zudem die zahlreichen bürgerschaftlichen Projekte: die Skulpturen an der Lenne, das „Oldiehaus“ am Kalkofen und vieles mehr. „Ohne die Ehrenamtlichen wäre diese Stadt ein ganzes Stück ärmer“, nutze der Bürgermeister die Gelegenheit, seinen Dank auszudrücken.

Nach so vielen positiven Eindrücken kam Siegfried Griebsch doch noch auf das Damoklesschwert zu sprechen, das über der Stadt schwebt: „Im Zuge dieses Optimismus ist man fast geneigt, die katastrophale finanzielle Situation der Stadt zu vergessen.“ Im Rahmen der Aufstellung eines Konsolidierungsplanes müsse gefragt werden, wieviele und welche Dienstleistungen in Zukunft noch möglich und notwendig seien. Der Bürgermeister wies auf die Altersstruktur innerhalb der Verwaltung hin und betonte, dass diesbezüglich ein Personalabbau nur möglich sei, wenn in gleichem Maße Aufgaben reduziert würden. Zusammenfassend sagte er: „Die Kunst der vor uns stehenden Aufgaben wird es sein, Konsolidierung und Lebensqualität in dieser Stadt unter einen Hut zu bringen.“ ▪ cwi

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