„Gefangen und dann“ in der Bücherei

Unmenschliche Bedingungen in Werdohl

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Büchereileiterin Klaudia Zubkowski und AEG-Lehrer Matthias Gomoll (rechts) nahmen die DVDs aus den Händen der HGV-Vorstandsmitglieder Heiner Burkhardt (2. von links) und Udo Böhme entgegen.

Werdohl - Der Film „Gefangen und dann“, der die Geschichte von drei französischen Kriegsgefangenen erzählt, von denen einer im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiter in Werdohl festgehalten wurde, ist jetzt in der Stadtbücherei erhältlich.

Die Filmemacher Annelie Klother und Walter Kropp haben die Spuren der drei Franzosen verfolgt, auch die von André Toureille, der zwischen 1940 und 1945 im Stahlwerk Brüninghaus Federn herstellen musste. Der Film schildert in 75 Minuten die unmenschlichen Arbeitsbedingungen in der Fabrik und die Situation in den Baracken, in denen die Zwangsarbeiter untergebracht waren. Sich dagegen zu wehren, war praktisch aussichtslos. Welches Schicksal Gefangenen drohte, die versuchten zu fliehen, machte die Geschichte von Laurent Déjean deutlich: Nach dem zweiten Fluchtversuch kam er in das Lager Rawa Ruska zwischen Treblinka, Sobibor und Auschwitz.

Die DVD „Gefangen und dann“ ist ab sofort zum Preis von 12 Euro in der Stadtbücherei am Alfred-Colsman-Platz erhältlich. Weil der Heimat- und Geschichtsverein (HGV), dessen Mitglieder die Filmemacher bei ihrer Recherche in Werdohl unterstützt haben, der Bücherei eine DVD geschenkt hat, kann der Film aber auch ausgeliehen werden. Außerdem hat der HGV auch den weiterführenden Schulen in Werdohl, der Realschule und der Albert-Einstein-Gesamtschule, je ein Exemplar des Films finanziert. „Wir werden den Film im Unterricht insbesondere in der Jahrgangsstufe 10 einsetzen“, kündigte Matthias Gomoll, der stellvertretende Fachvorsitzende für Gesellschaftslehre an der AEG, bei der Übergabe des Films an.

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