Feuerwehrgerätehaus am Grasacker kostet 3,67 Millionen Euro

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Auf dem städtischen Grundstück Grasacker 31 will die Stadt ein neues Feuerwehrgerätehaus für den Löschzug Stadtmitte und die Löschgruppe Brüninghaus bauen. Im bestehenden Gebäude sind Flüchtlinge untergebracht, das Haus würde abgerissen. Der komplette Parkplatz Grasacker ist überplant. Das Gerätehaus grenzte später direkt an die Autowerkstatt Sondermann.

Werdohl - Stadtverwaltung, Feuerwehr und Politik scheinen sich einig zu sein: Auf dem städtischen Grundstück Grasacker 31 soll bis 2019 ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut werden.

Der Löschzug Stadtmitte und die Löschgruppe Brüninghaus sollen zusammengelegt und mit allen Fahrzeugen in der Nähe von B 236 und B 229 untergebracht werden. Eine erste grobe Planung weist Gesamtkosten von 3,67 Millionen Euro aus. 

Auf dem städtischen Grundstück Grasacker 31 stehen Gebäude, eines davon wird augenblicklich zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Dort wohnen die Männer, die bei der Kolonne des Baubetriebshofs arbeiten. 

Ausfahrt ausschließlich für Einsatzfahrten

Den Planungen zur Folge würden alle Gebäude abgerissen, dafür sind 134.000 Euro vorgesehen. Neubau und technische Ausstattung sind mit 2,358 Millionen Euro angesetzt, Außenanlagen mit 223.000 Euro. Dazu kommen Baunebenkosten (597.000 Euro) und der Straßenbau Grasacker (245.000 Euro). 

Eine Ausfahrt ausschließlich für Einsatzfahrten auf die B 236/B 229 gehört dazu. Diese Ausfahrt müsste noch für 62.000 Euro geschaffen werden und würde mit Pollern abgesperrt. Rundungskosten für Unvorhergesehenes in Höhe von 48.600 Euro kommen hinzu. 

Begründung in Vorlage für Hauptausschuss

In der Vorlage für den Hauptausschuss am Montag, 27. Februar (17 Uhr, Ratssaal, öffentliche Sitzung) wird umfangreich begründet, warum ein Neubau unumgänglich ist und dass es keine sinnvolle Alternative zum Standort am Grasacker gebe. 

Wie bereits berichtet, ist vor allem das Feuerwehrgerätehaus Stadtmitte an der Schulstraße zu klein. Ein pflichtgemäß neu anzuschaffendes Einsatzfahrzeug wäre in jedem Fall zu hoch und passte nicht mehr durch die Tore der bestehenden Garage. Lösungen, eine einzelne Garage für das neue Auto zu bauen, seien nicht sinnvoll. Die Vergrößerung der bestehenden Garage sei ebenfalls keine Möglichkeit. 

"Vielfältige Mängel"

Die Verwaltung teilt in der Vorlage mit, dass bereits den Brandschutzplänen von 2008 und 2012 zu entnehmen sei, dass die Gerätehäuser Stadtmitte, Kleinhammer und Brüninghaus „vielfältige Mängel“ aufwiesen. Die bestehenden Unterkünfte würden einerseits aktuell zwingenden Normen nicht mehr entsprechen, andererseits würden geltende Unfallverhütungsvorschriften nicht eingehalten. 

Es gebe für die Feuerwehrleute keine Möglichkeit, benutzte Einsatzkleidung von privater Kleidung zu trennen. Wasch- und Duschgelegenheiten seien unzureichend. Aus finanziellen Gründen sie diese Problematik immer wieder verschoben worden. 

Zusammenlegung mit Löschgruppe Brüninghausen

In der Vorlage heißt es: „Aus Sicht der Verwaltung und der Feuerwehrführung ist jetzt allerdings der Zeitpunkt erreicht, der weiteres Zuwarten nicht mehr zulässt.“ 

Dem Vorschlag der Feuerwehr-Führung, den einsatzstärksten Löschzug Stadtmitte mit der Löschgruppe Brüninghaus zusammenzulegen, liegen umfangreiche Prüfungen der nötigen Hilfsfristen und des Einsatzgebietes zugrunde. 

Weiterer Vorschlag verworfen

Eine weitere Idee, allein für den Löschzug Stadtmitte einen Neubau auf das städtische Grundstück Heinrichstraße zu setzen, wurde verworfen. Dabei wurde mit 2,64 Millionen Euro Kosten gerechnet. 

Auch für den Löschzug Kleinhammer müsse eine Neubau-Lösung gefunden werden, heißt es in der Vorlage. Hier gibt es noch keine näheren Planungen bezüglich des Standortes. Realisierbar sei ein Investorenmodell auf Miet- oder Leasingbasis.

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