Feuerwehreinsatz an der Lenne: „Öl auf Gewässer“

Ingo Müller und Horst Scherk vom Werdohler Ordnungsamt kontrollieren die Lenne in Dresel im Bereich des Wendehammers. Auch dort konnten sie keine Verunreinigung feststellen.

Werdohl - „Öl auf Gewässer“ lautete Mittwochmorgen das Alarmstichwort für den Löschzug Stadtmitte. Am Einsatzort entdeckten die Feuerwehrmänner zwar Ölschlieren auf der Lenne, konnten aber nicht feststellen, vorher die Verunreinigung kommt. Wahre Detektivarbeit war gefragt.

Wenn es um die Verunreinigung der Lenne geht, fährt das Motorboot des Löschzuges Stadtmitte auf dem Anhänger gleich mit zum Einsatzort. So war es auch am Mittwoch, als 13 Einsatzkräfte nach dem Alarm um 8.54 Uhr zum Kraftwerk Elverlingsen ausrückten. Dort entdeckten Stadtbrandinspektor Manfred Theile und seine Männer lediglich im seichteren Gewässer in Ufernähe Ölschlieren, die kein weiteres Handeln erforderten. „Aber wir konnten den Anlass der Verunreinigung vor Ort nicht feststellen“, sagt Theile.

Daraufhin machten sich die Feuerwehrmänner auf die Suche nach der Wurzel des Übels. Auch Horst Scherk und Ingo Müller, Mitarbeiter des Werdohler Ordnungsamtes, beteiligten sich an der Suche. Flussaufwärts, in Dresel, fanden sie aber weder in unmittelbarer Nähe der Firma Uniwheels noch am Wendehammer Verunreinigungen auf dem Fluss. Auch an der Husbergbrücke blieb die Suche erfolglos.

„Daraufhin haben wir beschlossen, die Zuläufe der Lenne zu kontrollieren“, berichtet der Stadtbrandinspektor. Doch auch am Burhagen und am Biesenbergbach wurden die Einsatzkräfte nicht fündig. Folglich vermuteten die Helfer die Quelle der Verunreinigung weiter flussabwärts und suchten systematisch die Lenne ab – bis sie schließlich wieder in Elverlingsen angekommen waren. Dort sei auch das angrenzende private Wasserkraftwerk überprüft worden. „Auch dort war alles in Ordnung“, stellt Manfred Theile fest.

Die Ölschlieren auf der Lenne waren zwischenzeitlich größtenteils abgetrieben worden. In Absprache mit den Verantwortlichen der Unteren Wasserbehörde, die ebenfalls vor Ort waren, wurde der Feuerwehreinsatz schließlich um 11.20 Uhr beendet – ohne, dass weitere Maßnahmen eingeleitet werden mussten. Theile vermutet, dass es sich bei den Ölschlieren um Rückstände von verunreinigtem Wasser handeln könnte, das nur kurzfristig flussabwärts trieb.

Von Carla Witt

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