Feuerwehr braucht dringend Verstärkung

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Im Notfall muss jeder Handgriff sitzen. Dafür wird regelmäßig trainiert.

Werdohl - Feuerwehrmann – das ist wohl der Nummer Eins Berufswunsch für kleine Jungen. Und auch Erwachsene reizt sicherlich die Möglichkeit, Menschen zu helfen. Die Freiwillige Feuerwehr Werdohl will am Tag der Rettungskräfte, der am 30. März stattfindet, den Beruf näher vorstellen.

„Es ist einiges geplant. Das Technische Hilfswerk (THW) und das Rote Kreuz werden zusammen einen Einblick in unsere Arbeit ermöglichen“, berichtet Georg Koch von der Freiwilligen Feuerwehr Werdohl.

Die Rettungskräfte hätten einiges vor: Die Fahrzeuge sollen gezeigt werden, Besucher sollen sich an den Infoständen informieren können und auch für praktische Übungen ist gesorgt. „Wir führen eine technische Hilfeleistung durch. Eine eingeklemmte Person soll befreit werden. Das ist natürlich ein Dummy. Nach der Befreiung übernimmt das Rote Kreuz die Erste Hilfe“, so Koch.

Die Feuerwehr habe außerdem vor, ein Haus aufzubauen und einen Brand zu simulieren. Dabei werde gezeigt, wie man sich im Brandfall verhält und welche Erstmaßnahmen getroffen werden müssen. Auch eine ganz besondere Überraschung für Kinder sei in Planung.

Die Rettungskräfte sind im Bereich des Alfred-Colsman-Platzes zu finden. „Wir würden uns freuen, wenn sich einige Besucher von unserer Arbeit begeistern lassen und der Freiwilligen Feuerwehr beitreten. Uns fehlen immer noch Leute an allen Ecken und Enden“, erklärt Koch. Durch Beruf und Umzüge habe die Feuerwehr leider einige Mitglieder einbüßen müssen. Willkommen seien Interessenten jeden Alters, auch Frauen seien gern gesehen, da die weibliche Quote noch relativ gering sei.

Es arbeiten Menschen aus den verschiedensten Berufsfeldern bei der Feuerwehr zusammen. Antrieb seien das Wissen zu Helfen, die Begeisterung an der Technik und ganz besonders die Kameradschaft.

„Unsere Arbeit ist sehr vielseitig. Sie reicht von einer einfachen Türöffnung bis zum Verkehrsunfall, vom kleinen Brand im Mülleimer bis zum Großbrand“, sagt Thorsten Sommer, Jugendwart der Feuerwehr. „Wir können aus jedem Auto ein Cabrio und mit unseren Beleuchtungsgeräten die Nacht zum Tag machen.“

Auch die Jugendfeuerwehr freut sich immer über neue Mitglieder im Alter von 12 bis 18 Jahren. In der Jugendfeuerwehr würden sie mit den Handgriffen vertraut gemacht und erste Erfahrungen gesammelt. Ganz besonders beliebt bei den Jugendlichen seien die Wasserschlachten an der Lenne, wenn das Wasser für die Fahrzeuge neu aufgefüllt werden muss.

Die Jugendfeuerwehr sei die optimale Vorbereitung auf die spätere Tätigkeit. Wer mit zwölf Jahren anfange, könnte sich am Ende als voll ausgebildet betrachten. Doch auch Quereinsteiger seien keine Seltenheit.

Benjamin Moses-Lange ist erst seit einem Jahr im Löschzug tätig. „Es war immer mein Jugendtraum, aber durch Schule und Ausbildung habe ich ihn aus den Augen verloren. Vor einem Jahr dachte ich mir dann: jetzt oder nie!“, erzählt der 27-Jährige. Als Quereinsteiger sei ein Intensivkurs nötig, um alles aufzuholen, aber Moses-Lange ist sich sicher: „Es lohnt sich.“

Die Freiwillige Feuerwehr trifft sich jeden Mittwoch für Fahrzeugpflege und Überprüfung der technischen Geräte. Jeden zweiten Sonntag im Monat steht ein Regelübungsdienst an. Die Jugendfeuerwehr trifft sich freitags. - kris

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