Gerade noch rechtzeitig

Feuerwehr rettet Tausende Fische in der Lenne

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Die Kräfte des Löschzuges Eveking stiegen in den Fluss, um die Algen zu entfernen.

Werdohl – „Wenn wir etwas später gekommen wären, hätten wir den Tausenden kleinen Fischen vielleicht schon nicht mehr helfen können“, erinnert sich Andreas Wäscher, stellvertretender Leiter der Werdohler Feuerwehr, noch gut an einen ganz besonderen Einsatz in diesem Monat.

Ausgelöst hatte diesen der Werdohler Immobilienkaufmann Harun Cici während eines Spaziergangs mit seiner Familie entlang der Lenne. Im Bereich der Krachtbrücke hatte Cici „Tausende Fische in Not“ entdeckt, wie das Einsatzstichwort für die Feuerwehr hieß. 

Nach der Alarmierung schaute sich zunächst Andreas Wäscher das Szenario an. „Durch den niedrigen Wasserstand des Flusses waren die Fische in einem Bereich, der trockenzufallen drohte, von Algen umschlossen, hatten also keine Chance, eigenständig wieder in den tieferen Bereich des Gewässers zu gelangen“, erkannte Wäscher sofort, dass schnell gehandelt werden musste. 

Algen mussten entfernt werden

Er alarmierte deshalb den Löschzug Eveking. Um die Tiere aus ihrer misslichen Lage zu befreien, hätten die Einsatzkräfte das Wasser aufstauen, oder die Algen entfernen können. „Wir haben uns dafür entschieden, die Algen zu entfernen“, sagte Wäscher. 

Die Mitglieder des Löschzuges zeigten dafür vollen Einsatz und stiegen teilweise in die Lenne, um überhaupt an die Algen heranzukommen. „Die Jungs waren nach rund einer Stunde zwar pitschnass“, sagt Wäscher schmunzelnd, „aber sie haben es gerne gemacht, denn dadurch konnten sich die Fische alle retten.“ 

Richtig und schnell gehandelt

Froh ist Andreas Wäscher darüber, dass Familie Cici die Notlage der Fische aufgefallen und schnell der Notruf gewählt worden war: „Sonst wäre es vielleicht zu spät gewesen.“ 

Es war übrigens nicht die erste Rettungsaktion, zu der die Feuerwehr in diesem Jahr an die Lenne ausrücken musste. Schon am 4. April waren viele Fische in Gefahr, damals in den Wasserspielflächen des Westparks, die austrockneten, weil die Lenne im Bereich der Dammstraße für Arbeiten im Flussbett trockengelegt worden war. Deshalb war der Wasserstand am Zulauf ober halb des Wehrs so weit gesunken, dass der Westpark nicht mehr mit Flusswasser versorgt wurde. Die Sonne Tagen tat ihr übriges. Die Feuerwehrkräfte befüllten die Spielflächen wieder mit Wasser und deckten den Zulauf mit einer Plane ab, um einen Rücklauf des Wassers zu verhindern.

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