Feuerwehr rettet Dosensammler am Lenneufer

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Werdohl - Das schier nicht zu unterdrückende Verlangen, die Haushaltskasse durch etwas Dosenpfand aufzubessern, ist einem Werdohler am Samstagnachmittag zum Verhängnis geworden.

Er hat damit einen Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. 

Der Mann habe sich mit seiner Ehefrau auf dem Rückweg aus der Stadtmitte zur Wohnung auf der Königsburg befunden, schilderte Feuerwehrchef Kai Tebrün, wie das Drama seinen Anfang genommen haben soll. Von der Vorthstraße aus habe der Mann dann einige leere Getränkedosen am Lenneufer liegen sehen. Offenbar habe ihn auch die an dieser Stelle sehr steile Böschung nicht davon abhalten können, den Weg zum Flussufer anzutreten. Also ging es bergab, der blechernen Verlockung entgegen. 

Hang zu steil für den Rückweg

Das Pfandgut endlich in den Händen haltend, habe der Mann dann aber den Rückweg auf die Straße nicht mehr geschafft, berichtete Tebrün weiter: „Der Hang war einfach zu steil für ihn.“ Hinzugekommen sei noch, dass sich bei dem Mann, offensichtlich Astmathiker, aufgrund der Anstrengung Atemnot ausgebreitet habe. Das Spray, das ihm hätte helfen können, trug zwar die Ehefrau bei sich. Aber die wartete auf ihn oben auf der Straße. 

Also mussten die Feuerwehr mit drei Fahrzeugen und der Rettungsdienst ausrücken, um den Mann aus der vertrackten Lage zu erlösen. Mit Steckleiter und Seil beförderten die Feuerwehrleute den Dosensammler, der auch in dieser Situation nicht von seinem soeben ergatterten „Schatz“ lassen wollte, schließlich nach oben, wo ihn die Sanitäter dann versorgen konnten. Der Ertrag für diesen Aufwand war übrigens überschaubar: Für die vier leeren Dosen wird der Mann einen Euro erhalten.

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