Feuerwehr-Gerätehaus am Grasacker kann 2020 fertig sein

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Am ursprünglichen Plan kann festgehalten werden.

Werdohl - Das geplante Feuerwehrgerätehaus am Grasacker könnte in der zweiten Jahreshälfte 2020 fertig werden. Das teilte Fachbereichsleiter Bodo Schmidt am Montag dem Rat mit. Der ursprünglich gewünschte Zeitrahmen konnte nicht eingehalten werden.

Auch der jetzt veröffentlichte Zeitplan sei „sehr ambitioniert“, sagte Schmidt auf Nachfrage unserer Redaktion. 

Eigentlich habe man innerhalb der Verwaltung eine „etwas straffere Verwirklichungsphase“ vor Augen gehabt, räumte Schmidt weiter ein. Der Wechsel in der Feuerwehrleitung habe weitere Fragen und Prüfungen aufgeworfen. Vor allem ging es um das Einhalten von Ausrückezeiten und Erreichbarkeitszeiten – die so genannten Hilfsfristen – in Bezug auf den geplanten Standort. 

Nach sehr eingehender Prüfung sei aber festgestellt worden, dass man am ursprünglichen Plan festhalten könne. Das neue Feuerwehrgerätehaus soll bekanntlich die zu klein gewordenen Standorte der Löschgruppe Stadtmitte an der Neustadtstraße und den der Löschgruppe Brüninghaus Im Ohl ersetzen. Verwaltung und Wehrleitung seien sich jetzt sicher, allen Ansprüchen und Normen mit dem Neubau gerecht werden zu können. 

Diese Vorstellungen müssen in einen Brandschutzbedarfsplan einfließen, mit dessen Aufstellung die Stadt gerade beschäftigt sei. Werdohl muss darin wieder einmal nachweisen, das die Stadt in der Lage ist, den gesetzlichen Anforderungen des Brandschutzes mit freiwilligen Kräften nachzukommen. Die Stadt habe wie schon seit Jahren kein Interesse daran, eine hauptamtliche Feuerwache betreiben zu müssen. 

Bau kann erst nach Genehmigung weiter verfolgt werden

Erst wenn der Brandschutzbedarfsplan vom Märkischen Kreis und von der Bezirksregierung genehmigt worden ist, kann die Stadt den Bau des Gerätehauses am Grasacker weiter verfolgen. Bei der Einhaltung dieser Hilfsfristen gebe es keinerlei Verhandlungsspielraum mit den genehmigenden Behörden, so Schmidt. Entweder die Kommune könne die geforderten Normen einhalten oder nicht. 

Fachbereichsleiter Schmidt und Wehrleiter Tebrün sind sich jedenfalls einig, dass die Ziele des Brandschutzes im Bedarfsplan dargestellt und eingehalten werden können. Die Erfassung und Auswertungen der Hilfsfristen aus dem Jahre 2016 sei abgeschlossen und für die Stadt positiv verlaufen. „Wir haben da keinerlei Anlass zur Besorgnis“, so Schmidt. 

Bis zum Frühjahr 2018 soll der Brandschutzbedarfsplan fertig und abgestimmt sein, nach der erhofften Genehmigung durch die Bezirksregierung könne der Rat den Plan vor den Sommerferien 2018 beschließen. Im zweiten Halbjahr müsse damit begonnen werden, die „Öffentlichkeit intensiv zu informieren“. 

Vor allem die Anlieger wollen wissen, was auf sie zu kommt. Baubeginn könne 2019 sein, läuft alles so, wie sich die Stadt es wünscht, könnte Ende 2020 das neue Feuerwehrgebäude stehen.

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