Feuerteufel schlägt wieder in Ütterlingsen zu

Einmal mehr musste der Löschzug Stadtmitte zu nächtlicher Stunde nach Ütterlingsen ausrücken.

WERDOHL ▪ Einmal mehr musste am frühen Sonntagmorgen gegen 5.30 Uhr der Feuerwehr-Löschzug Stadtmitte nach Ütterlingsen in Marsch gesetzt werden. Im Einmündungsbereich Ruppenhahn/Danziger und Breslauer Straße stand dort an einem Jägerzaun abgelegter Sperrmüll in Flammen.

Eile war bei dem Einsatz geboten, denn das Feuer drohte auf angrenzende Garagen überzugreifen. Das konnte verhindert werden. Lediglich der Holzzaun nahm Schaden.

Für den Löschzug Stadtmitte war dies nicht der erste Einsatz in diesem Jahr, der ganz offensichtlich durch Brandstiftung ausgelöst wurde. Ende April brannte ein Container an der Erfurter, Anfang Juli ein weiterer an der Ütterlingser Straße. In einem Fall am 1. August fanden die Einsatzkräfte in der Einmündung Leipziger- und Berliner Straße einen abgefackelten Molotow-Cocktail vor; die Scherben der Flasche lagen noch verteilt auf der Fahrbahn.

Noch schlimmer, so erinnert sich Stadtbrandinspektor Manfred Theile, war es im vergangenen Jahr. Da musste die Einheit Stadtmitte fast an jedem Wochenende nach Ütterlingsen ausrücken, weil jemand Papier- oder Müllcontainer abgefackelt hatte.

Die Brände verliefen zwar jeweils harmlos und konnten rasch gelöscht werden, aber wer auch immer dafür verantwortlich war und ist: „Diese Leute machen sich kein Bild davon, was sie damit anrichten können“, so Manfred Theile. Ein kleiner Anlass könne durchaus große Wirkung erzielen. Am Montag hätten – wenn der Brand später entdeckt worden wäre – die Garagen in Flammen aufgehen können. Jenachdem, wo Feuer gelegt werde, könnten nicht nur erhebliche Sachwerte vernichtet, sondern auch Menschenleben in Gefahr gebracht werden, gab Theile zu bedenken.

Rainer Kanbach

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