In Werdohl

Feuer in Mehrfamilienhaus: Polizei sucht Brandstifter

In einem Mehrfamilienhaus an der Osemundstraße war die Feuerwehr im Einsatz. Hier trieb ein Brandstifter sein Unwesen.
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In einem Mehrfamilienhaus an der Osemundstraße war die Feuerwehr im Einsatz. Hier trieb ein Brandstifter sein Unwesen.

Die Polizei sucht Zeugen: In einem Mehrfamilienhaus an der Osemundstraße hat ein bislang unbekannter Täter ein Feuer gelegt. Die Feuerwehr rückte zur Menschenrettung und Brandbekämpfung an.

Werdohl – Gleich zweimal heulten in Werdohl am Samstag die Sirenen. Um 19.40 Uhr wurde die Feuerwehr unter dem Einsatzstichwort „F1 – Brand im Gebäude“ zur Osemundstraße alarmiert, berichtet Wehrleiter Kai Tebrün. Ein Anwohner eines Mehrfamilienhauses hatte im Hausflur Rauch und Brandgeruch bemerkt und den Notruf gewählt.

Der Löschzug Kleinhammer, zu dem die Löschgruppe Brüninghaus zählt, rückte aus. Zusätzlich wurde das Drehleiter-Fahrzeug des Löschzugs Stadtmitte alarmiert. Noch bevor die Einsatzkräfte an der Osemundstraße eingetroffen waren, schien sich die Lage zuzuspitzen. Der Disponent in der Feuer- und Rettungsleitstelle des Märkischen Kreises erhöhte das Stichwort auf „F2 – Brand, mehrfache Menschenrettung“, denn augenscheinlich hatten weitere Anwohner aus dem betroffenen Haus den Notruf gewählt.

Daraufhin rückte auch der Löschzug Eveking aus – der zweite Sirenenalarm am Samstagabend. In dem Wohnhaus an der Osemundstraße hatte es ein Feuer im Flur des Kellergeschosses gegeben, berichtet Kai Tebrün. „Es brannte ein Stapel aus Papier und Kartons. Der Hausflur war völlig verraucht.“ Unter Atemschutz ging ein Angriffstrupp der Löschgruppe Brüninghaus vor, lokalisierte den Brandherd und löschte den Stapel ab. Anschließend wurden die Kartons aus dem Gebäude getragen.

Wie aus einer Meldung der Polizei hervorgeht, hatte ein Zeuge noch vor Eintreffen der Wehrkräfte mit einem Feuerlöscher eingegriffen und wohl auch dadurch „Schlimmeres verhindert“.

Papier und Kartons brannten im Flur des Mehrfamilienhauses, in dem sechs Parteien wohnen.

Wehrleiter Kai Tebrün betont: „Das war auf jeden Fall Brandstiftung. Es ist glimpflich ausgegangen. Aber das Feuer hatte das Potenzial zu einem großen Brand zu werden.“ Die Rauchentwicklung im Flur sei auch so gefährlich gewesen. Die Bewohner waren durch den Flur noch auf die Straße geflüchtet.

„Bei einer Wohnung im oberen Geschoss war nicht klar, ob sich die Familie darin aufhält“, berichtet Tebrün. Deshalb ging ein zweiter Trupp unter Atemschutz vor, um auch diese Bewohner aus dem Haus zu befreien. Sie verwendeten eine Steckleiter, um von außen durch ein offenstehendes Fenster einzudringen. Die Wohnung sei jedoch leer gewesen, berichtet Tebrün. Die Familie war unterwegs und kam erst einige Zeit später zur Einsatzstelle.

Das Haus wurde gelüftet bevor die Bewohner in ihre Räume zurückkehren konnten. Insgesamt dauerte der Einsatz der Feuerwehr rund anderthalb Stunden. 50 Wehrleute aus den verschiedenen Löschgruppen waren angerückt. Verletzt wurde niemand. „Es entstand ein Schaden in Höhe von mehreren hundert Euro“, teilt die Polizei mit.

Sie sucht nun nach Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können. „Kartons entzünden sich nicht einfach von alleine“, unterstreicht Anna Becker, Sprecherin der Kreispolizeibehörde. Wer etwas beobachtet hat und vielleicht sogar den Brandstifter identifizieren kann, soll sich unbedingt bei der Polizeiwache in Werdohl melden unter 0 23 92 / 9 39 90.

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