100 Menschen und Maschinen beim Biker-Frühstück

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Die Veranstaltung begann mit einem Frühstück für die Biker.

Werdohl - „Schön!“, „ha’m wir so noch nie gehabt!“, „toll“, „sollte im nächsten Jahr wiederholt werden“ – aber auch „gewöhnungsbedürftig“. So fiel die sicherlich nicht ganz repräsentative Resonanz auf den ersten Motorrad-Gottesdienst der Bikers Church der Evangelischen Kirche von Westfalen am Sonntag in der Friedenskirche aus.

Knapp unter hundert Biker nicht nur aus dem Märkischen Kreis, sondern auch aus den Kreisen Siegen, Recklinghausen, Hochsauerland, Duisburg, Gummersbach – selbst Oldenburg – oder auch Herne waren neben den treuen Kirchgängern aus dem Ort der Einladung zu diesem Gottesdienst gefolgt und fanden sich schnell ein in den vorgegebenen Rhythmus, bei dem in der Tat auch „fettes Gas“ durch die Maschine von Herrn Pastor gegeben wurde.

Überall an den Einfallstraßen ins Versetal und zur Kirche waren am Sonntag gut sichtbar Hinweisschilder angebracht, die den Bikern den Weg zur Friedenskirche wiesen. Nach und nach füllte sich der Platz vor der Kirche. Es gab Frühstück von den Helfern des CVJM in Werdohl für alle – einschließlich Brat- und Currywurst – und natürlich Gespräche unter Freunden und Bekannten. Wie im „Vorprogramm“, so präsentierte die Lüdenscheider Newcomer-Band „The Other Side“ auch während des Gottesdienstes einen bunten Strauß bekannter und eigener Kompositionen. Dabei fanden sie ganz offensichtlich den Draht zu ihren Zuhörern, denn die klatschten im Rhythmus begeistert mit.

So unterstützt hatte es Mo-Go-Pfarrer Frank Schröder nicht schwer, von seiner durch Nebel verhangenen Anfahrt auf der A 45 den Bogen zum sonnigen Eveking zu schlagen und die Verbindung am Wahlsonntag zum Wesentlichen zu schaffen: „Ihr habt das Richtige gewählt – den Weg zu Gott und zum Leben“. Eingebettet in die Einführung durch Frank Schröder und die Predigt von Dirk Grzegorek war es am Sonntag ein Ereignis, das besondere Aufmerksamkeit verdiente, weil es eben ein großer, bedeutender Tag für den kleinen Mika war.

Pfarrer Grzegorek umschrieb das ganz im Stil des Mo-Go so: „Er erhält so’was wie den Stempel Gottes in der Zulassung für’s Leben“ – allgemeinverständlich auch Taufe genannt. „Steh auf, nimm dein Bett und wandle“ – in diesem Satz Jesu zu einem Menschen, der nicht gehen und sich selbst helfen kann, entwickelte Pfarrer Grzegorek Gedanken über einen 38-jährigen Mann, der in Schieflage geraten war, ständig von anderen „überholt“ wurde, die Kurve nicht richtig gekriegt hat, dessen „Motor“ nicht anspringt, und der von niemandem „Starthilfe“ bekommt.

 „Steh auf“ – diese zwei Worte, so Grzegorek, „können ein ganzes Leben gesund machen“. Dieser Zuspruch schaffe Veränderung. „Fettes Gas“ oder die Liebe Gottes, die aufheule, bringe positive Veränderung.

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