"Culo del Mondo" umgekrempelt

TV-Sternekoch Frank Rosin räumt auf Rentrop auf - Sendetermin noch offen

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Frank Rosin mit Andrea (links) und Silvana Cambiolo. Aus dem „Arsch der Welt“ (Culo del Mondo) wird „Sillis Landhaus“, anstelle pseudo-mediterranem Essen gibt es regionale Küche.

Werdohl/Lüdenscheid - „An jedem Tag, egal wie schwer er war, haben wir Fortschritte gemacht,“ stellt Sternekoch Frank Rosin fest. Seine Miene bleibt ernst. Auch als er bilanziert, dass die Schwestern Silvana und Andrea Cambiolo eine echte Chance hätten, ihren gastronomischen Betrieb zukünftig erfolgreich zu betreiben.

Allerdings soll sich im „Culo del Mondo“ – dem „Arsch der Welt“ – eine ganze Menge ändern, nachdem Rosin und sein Team den Gastronominnen auf Rentrop ein Rundum-Coaching serviert haben. Natürlich ist auch der Name fällig – doch dazu später mehr.

Die Schwestern Andrea und Silvana Cambiolo – sie ist Inhaberin, hat in der Küche das Sagen und steht selbst am Herd – hatten sich beim TV-Sender Kabel 1 um einen Besuch des Profikochs beworben. Schon seit Jahren greift Frank Rosin Restaurantbetreibern unter die Arme, hilft ihnen vor laufender Kamera, Service und Küche wieder auf Vordermann zu bringen.

Bei der Redseven Entertainment GmbH, die das Coachingformat „Rosins Restaurants – ein Sternekoch räumt auf“ produziert, fand die Bewerbung aus dem Sauerland Beachtung. „Und dann stand Frank Rosin plötzlich vor unserer Tür,“ erzählt Andrea Cambiolo. Sie versichert: „Wir wussten nicht, dass er kommt. Man hatte uns gesagt, dass er vielleicht irgendwann mal bei uns sein wird.“

Ein gut gehütetes Geheimnis

Die einzelnen Punkte, die der Profikoch auf Rentrop bemängelt hat, bleiben bis zur Ausstrahlung der entsprechenden Folge ein gut gehütetes Geheimnis. Auch, was sich im Gastraum und der Küche abgespielt hat, wird jetzt noch nicht verraten.

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Allerdings lässt Rosin durchblicken, dass keine der beiden Schwestern eine Ausbildung genossen hat, die sie zur Führung eines gastronomischen Betriebs befähigen würde: „Wenn wir eine Krankenhausserie gesehen haben und anschließend eine OP am offenen Herzen durchführen wollen, können wir das auch nicht.“

Küchenausstattung nicht optimal

Die Ausstattung der Küche im Culo Del Mondo entsprach nicht Rosins Vorstellungen und hätte nach seiner Ansicht ökonomischen Erfolg von vornherein verhindert. Das war natürlich nicht alles. „Die Damen haben viel Gas gegeben, waren aber ein großes Stück fachlich naiv“, fügt der Sternekoch hinzu. Die Gerichte, die bisher auf Rentrop serviert worden seien, „hörten sich zwar mediterran an, waren aber nicht wirklich mediterran.“

Küche muss authentisch sein

Frank Rosin setzt noch einen drauf, nennt die bisherige Küche „nicht ausreichend“, und spricht einen Punkt an, der ihm äußerst wichtig ist: „Küche muss sehr authentisch sein.“ Schließlich müsse der Köder dem Fisch schmecken – und nicht dem Angler.

Tontechniker Malte Körte verkabelt Andrea Cambiolo.

Für Andrea und Silvana Cambiolo bringt Rosins Kritik viele Änderungen mit sich, unter anderem eine neue Speisenkarte. Was serviert werden soll, verrät schon der neue Name des Gastronomiebetriebs: „Sillis Landhaus“. Der Profikoch nennt noch keine Details, aber auf dem neuen Flyer, der für den Besuch in „Sillis Landhaus“ wirbt, ist von „modern-regionalen Speisen“ die Rede – und speziell vom „Lüdenscheider Krüstchen à la Frank Rosin“.

Gastraum bleibt unverändert

Gravierende Veränderungen gibt es auch in der Küche. Die Ausstattung sei an die Erfordernisse angepasst worden, erklärt der Sternekoch. Dank eines Sponsors kocht Silvana Cambiolo jetzt in nagelneuen Pfannen und Töpfen. Auch den Wintergarten und den Biergarten hat das Rosin-Team umgestaltet, beziehungsweise auf Vordermann gebracht.

Im Gastraum hat sich dagegen kaum etwas verändert. „Die Damen haben hier eine sehr schöne Gastronomie. Es ist gemütlich und geschmackvoll eingerichtet, daran mussten wir nicht viel machen,“ lobt Frank Rosin.

Schlaflose Nächte

Einfach sei das Coaching durch den Spitzenkoch nicht gewesen, auch wenn Andrea Cambiolo feststellt: „Es war auch lustig, mit ihm zu arbeiten.“ Die Schwestern erzählen von schlaflosen Nächten, „weil Frank uns so viel um die Ohren gehauen hat“. Beide blicken jetzt mit einem guten Gefühl in die Zukunft: „Wir haben jetzt wieder viel Hoffnung.“

Rosin selbst ist davon überzeugt, dass „Sillis Landhaus“ eine Erfolgsgeschichte wird: „Es wird laufen. Wenn die Herzlichkeit der beiden rüber kommt, können sie gut davon leben.“ Andrea und Silvana Cambiolo beschreibt er als „völlig verschiedene Pole, die trotzdem gut zueinander passen“.

Bauer kann die Straße sperren

Und natürlich weiß der Sternekoch ganz genau, wie sich die Gästezahlen in einem Gastronomiebetrieb entwickeln, wenn sein Name im Spiel ist: „Wenn die Folge ausgestrahlt wird, kann der Bauer hier seine Straße sperren.“

Doch auch schon jetzt rechnen alle Beteiligten mit dem „Rosin-Effekt“ – ganz unabhängig davon, wie das Testessen am Donnerstag verlaufen ist. Ob Andrea und Silvana Cambiolo von den 20 Testessern gut benotet wurden, verrät die Produktionsfirma jetzt natürlich noch nicht.

Fest steht aber, dass die Schwestern diese Herausforderung ohne die Hilfe des Sternekochs meistern mussten. „Ich helfe nicht.“ Auf die Frage, ob er das Testessen denn zumindest kosten würde, antwortet der Profikoch: „Wenn sie kochen, muss ich nicht probieren, ich weiß, wie es schmeckt.“

Ein Sendertermin für die Folge von „Rosins Restaurants – ein Sternekoch räumt auf“ aus Werdohl steht bislang nicht fest.

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