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Ferienspaß-Kinder sorgen für Majas wilde Verwandte

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Von: Volker Griese

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Die Insektenhotels wurden im „Rohbau“ angeliefert, die weiteren Arbeiten übernehmen die Ferienspaß-Kinder selbst. © Griese

Werdohl - Welche Bedeutung Insekten, insbesondere Bienen, für die Umwelt haben, das erfahren Werdohler Kinder gerade im Rahmen des Ferienspaßes, den das Jugend- und Bürgerzentrum (JBZ) anbietet.

„Die Bienen brauchen uns nicht, aber wir brauchen die Bienen“, schärfte ihnen JBZ-Mitarbeiterin Astrid Bauriedel ein, dass die Fluginsekten durch die Bestäubung von Pflanzen ganz wesentlich zum Ernteerfolg und damit zur Ernährung beitragen. 

Damit sich vor allem Wildbienen wohlfühlen, bauen die Kinder in diesen Tagen auch insgesamt fünf Insektenhotels. Den „Rohbau“ hat die Tischlerei Scholz geliefert, die Mädchen und Jungen sorgen für den „Innenausbau“. Dazu haben sie im JBZ-Garten und im Wald schon entsprechendes Material gesammelt: innen hohle Blumenstängel und Äste aus Hartholz. Sie werden nun noch in die Insektenhotels eingebaut und sollen den Bienen dann Unterschlupf bieten. 

Wildbienen für Menschen harmlos

„Mit Kindern oder Enkelkindern zuhause ein Insektenhotel zu bauen, kann auch eine schöne Ferienbeschäftigung für Eltern oder Großeltern sein“, regte Astrid Bauriedel zum Nachmachen an. Wildbienen seien für Menschen harmlos, betonte sie. Bauanleitungen gibt es im Internet. 

Doch Wildbienen brauchen nicht nur einen Unterschlupf als Nist- und Überwinterungshilfe, sondern im Umkreis von 500 Metern auch Nahrung. Daran haben auch die Ferienspaß-Kinder gedacht, als sie in dieser Woche Blumen ausgesät und gepflanzt haben. Bienen lieben Ringelblumen, die Wilde Malve und den Blauen Natternkopf, aber auch Kräuter und Obstgewächse sowie für den Herbst Chrysanthemen. „Das haben wir alles im JBZ-Garten“, betonte Bauriedel. 

Standorte werden noch gesucht

Für die Insektenhotels werden übrigens nach ihrer Fertigstellung noch Standorte gesucht. „Wir stellen sie gerne auch in der Innenstadt auf“, sagte Jugendpfleger Tobias Chylka.

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