Beauty-Lounge und Handwerkskunst

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Ferienspaß im Jugendzentrum: Die Jungen bauen einen Dino, die Mädchen lassen sich in der Beauty-Lounge aufhübschen.

Werdohl - Durch die Schulstraße hallt geschäftigtes Hämmern. „Moment, ich bring Dir gleich die große Säge für den Kopf!“ Was erst brutal klingt, ist tatsächlich nur Kunst: Im Jugendzentrum geht der Ferienspaß in die letzte Runde und die Kinder arbeiten fleißig an einem riesigen Steindinosaurier.

Vor dem Jugendzentrum entsteht zurzeit ein riesiger Steindinosaurier. Die Kinder können selbst Projekte vorschlagen. Für das kommende Jahr wünschen sie sich einen Pool.

Von Laila Weiland

Vier Wochen liegen bereits hinter den Jugendzentrumsmitarbeitern und Michael Tauscher ist zufrieden: „Wir sind immer ganz schnell ausgebucht“, sagt er. „Wir bieten eine Rundum-Betreuung von 8 bis 16 Uhr an – das ist besonders für berufstätige Eltern sehr attraktiv.“ Aber auch die Kinder seien zufrieden.

Harte Arbeit: Mit Sägen, Hammer und Meißel bearbeiten die Jungs den Porenbeton. Hier entsteht gerade der Schwanz des Dinos.

„Wir machen ja nicht, was wir wollen, sondern gehen auf die Wünsche der Kinder ein“, erklärt Tauscher weiter. Und wenn die einen Steindino bauen wollen, dann wird auch mal ein Steindino gebaut. Mit Sägen, Meißeln und Mörtel bearbeiten die Jungs nun die aufeinander gesetzten Porenbetonsteine. Die Umrisse sind bereits zu erkennen. Das Maul bekommt gerade den Feinschliff, während am anderen Ende der Schwanz entsteht. Für das kommende Jahr wünschen sich die Kinder einen Pool – das nächste Projekt ist also schon in Planung.

46 Jungen und Mädchen toben sich derzeit beim Ferienspaß im Jungendzentrum aus. Im Obergeschoss können sich die Mädchen aufhübschen. Mit Glätteisen und Lockenstab entstehen trendige Frisuren. Make-Up und Nagellack runden den neuen Look ab.

Insgesamt wollen 46 Jungen und Mädchen auch in den letzten beiden Ferienwochen beschäftigt werden. Wer keine Lust auf den Dinosaurierbau hat, kann sich im Jugendzentrum noch anderweitig betätigen. Ein Raum im Obergeschoss hat sich in eine Beauty-Lounge verwandelt. Der Geruch von Haarspray und Nagellack liegt in der Luft und dank Glätteisen und Lockenstab ist es auch schön warm.

Auch der eine oder andere Junge schaut mal beim hauseigenen Stylisten vorbei. Statt Schminke gibt es für ihn einen Klecks Haargel.

Hier lassen sich die Mädchen aufhübschen: Kunstvoll gestaltete Fingernägel in allen Farben und mit jeder Menge Glitzer, Hochsteckfrisuren oder ein individuelles Augen-Make-Up – keine Wünsche bleiben offen. Hin und wieder verirrt sich auch einer der Jungs hier hoch, aber die sind schnell bedient: Kurz eine Hand voll Gel in die Haare klecksen, durchwuscheln, fertig.

Wenn das Wetter gut ist, wollen die Betreuer noch eine Runde mit den Kinder auf der Lenne paddeln. Für spontane Abkühlung leistet auch ein Wasserschlauch gute Dienste. „Hier dürfen sich die Kinder nass machen, dreckig werden und Dinge tun, die zuhause nicht immer so möglich sind“, erklärt Michael Tauscher. Eine Expedition durch die Lenne steht auch noch auf dem Plan. Dann waten die Kinder durch das flache Wasser und suchen nach Dingen, die die Strömung so mit sich zieht. Aus den Fundstücken entstehen dann Kunstwerke.

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