Gesamtschule: Nazi-Symbole und Drohungen

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Die Drohungen gegen Mitglieder des Lehrerkollegiums wurden auf Veranlassung der Stadt gestern unverzüglich entfernt. ▪

WERDOHL ▪ Erst vor einer Woche zerschlugen unbekannte Täter die Außenlampen an der Albert-Einstein-Gesamtschule. Jetzt ist das Schulgebäude erneut Ziel von Zerstörung geworden: Mit grünem und violettem Edding wurden Fenster und Fensterbänke der Naturwissenschaftsräume von außen vollgeschmiert.

Von Ute Heinze

Bei den Beschriftungen handelte es sich nach Polizeiangaben unter anderem um Drohungen gegen drei Mitglieder des Lehrerkollegiums. Zudem hätten die Täter die Fenster mit Hakenkreuzen verunstaltet. „Aufgrund der verfassungsfeindlichen Symbole haben wir die Angelegenheit an den Staatsschutz weitergeleitet“, sagte Norbert Pusch, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde des Märkischen Kreises, am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung.

Den Tatzeitraum grenzte der Beamte ebenfalls ein: So sollen die Unbekannten zwischen Freitag 16 Uhr und Montag 11 Uhr am Werk gewesen sein. „Das wird strafrechtlich verfolgt, die Ermittlungen laufen,“ betonte Pusch.

Zeugen, die etwas beobachtet haben oder Hinweise auf den oder die Täter geben können, sollten sich bei der Polizei in Werdohl, Tel 0 23 92 /9 39 90, oder jeder anderen Polizeidienststelle melden. Der Pressesprecher der Polizei geht davon aus, dass die Chancen gut stehen, den oder die Täter dingfest zu machen.

Der Hausmeister der Schule ist nach Informationen unserer Zeitung am Montag auf die Schmierereien an der Fassade aufmerksam geworden. Fast wöchentlich sind nach weiteren Informationen der Redaktion Schäden am Gesamtschulgebäude zu beklagen. Seitdem der Eingang der Pausenhalle mit einer Videokamera überwacht werde, habe sich die Situation allerdings verbessert, wie Peter Grau, Bauleiter bei der Stadt Werdohl, im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte.

Mitarbeiter eines heimischen Malerfachbetriebes entfernten die Schmierereien am Dienstagmorgen

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