Felssicherung an zwölf Baustellen vorgesehen

Auch gegenüber der Einmündung zur Blumenstraße muss der Hang zur B 229 abgesichert werden.

WERDOHL/PLTNBERG ▪ Der Auftrag zur Felssicherung an insgesamt zwölf Stellen an der B 236 und der B229 ist Mitte vergangener Woche vergeben worden. Der Auftrag von StraßenNRW hat ein Volumen von 2,4 Millionen Euro und gehört damit zu einer der größeren Baustellen der Landesbetriebes.

Nachdem vor Monaten an der Bundesstraße Richtung Plettenberg größere Brocken auf die Straße gefallen waren und auch im Versetal mit bloßem Auge Gefahrenpotenzial in Form von überhängenden Gesteinsbrocken zu erkennen war, beauftragte StraßenNRW ein Aachener Gutachterbüo mit der Problemlösung. Die Prof. Dr.-Ing. H. Düllmann GmbH erstellte daraufhin einen Übersichtsplan der noch zu sichernden Stellen an den beiden Bundesstraßen und kam dabei auf insgesamt zwölf noch ungesicherte Hänge in unmittelbarer Nähe zur Straße. Zwei davon liegen in Eveking und eine weitere an der B 229, fünf an der Bundesstraße 236 auf Werdohler und vier auf Plettenberger Gebiet. Nach einem längeren Ausschreibungsverfahren bekam jetzt eine Arbeitsgemeinschaft der Firmen Feldhaus Bergbau aus Schmallenberg, Beton- und Monierbau aus Nordhorn und Königl Felssicherung und Zaunbau aus Würzburg den Zuschlag. Das erklärte gestern StraßenNRW-Sprecher Michael Overmeyer auf Anfrage.

Zunächst werde mit nicht unerheblichen Rodungsmaßnahmen begonnen, so Overmeyer. Noch in der Vegetationspause müssten Bäume gefällt und Sträucher geschnitten werden, um die jeweiligen Arbeitsfelder an zum Teil sehr unzugänglichen Felsen zu eröffnen.

Einen Bauzeitenplan gebe es noch nicht, so Overmeyer, deshalb sei auch noch nicht klar, wann welche Baumaßnahme begonnen werde. Ein Fixum ist allerdings eine etwa zweimonatige Lieferzeit der speziellen Hangsicherungszäune. Der Hersteller habe solche Zäune nicht vorrätig, sie werden auf Maß gefertigt. Die eigentliche Felssicherung könne vielleicht erst um Weihnachten beginnen. Die schweren und mittelschweren Zäune werden mit bis zu drei Meter langen Felsankern befestigt – das bedeutet, dass während Frostperioden nicht gearbeitet werden kann, weil das frierende Wasser die Bohrlöcher sprengen könnte. In der Ausschreibung sei allerdings ein halbes Jahr Bauzeit avisiert, Juni 2011 solle alles fertig sein. Zwei etwa 200 Meter lange Stellen liegen im Versetal, drei Hänge müssen in der Nähe der Auffahrt zur Höllmecke gesichert werden. 180 Meter Sicherung fehlen noch an der Versestraße im Anschluss an die bereits bestehende Sicherungsanlage. An der Neuenrader Straße in der Nähe des geplanten Kreisels sind 350 Meter zu sichern. Zwei längere Strecken sind am Bauckloh zu sanieren und vier Stellen von Teindeln an lenneaufwärts.

Volker Heyn

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