B 515 zwei Wochen gesperrt

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Damit die Felsbrocken aus der Spalte im Gestein entfernt werden können, fällten die Mitarbeiter der Firma Feldhaus die Bäume am Straßenrand und montierten die Leitplanke ab. ▪

HÖNNETAL ▪ Die B 515 zwischen den Einmündungen der L 682 und der K 29 wird für mindestens zwei Wochen gesperrt bleiben. Auf einer Länge von 50 Metern hat die Firma Feldhaus bereits die Bäume am Rand der B 515 gefällt. Auch die Leitplanke haben die Mitarbeiter der Firma abmontiert, um einen direkten Zugriff auf die Felsstücke zu ermöglichen, die auf die Fahrbahn zu stürzen drohen (wir berichteten).

„Die Felsbrocken sind ungefähr 20 Meter hoch und können zwischen 1000 und 1500 Tonnen wiegen“, schätzte Eberhard Zimmerschied von Straßen.NRW, der gestern zu einem Ortstermin ins Hönnetal gekommen war. Die Mitarbeiter des Unternehmens Feldhaus machten auf die Gefahr aufmerksam. Sie beseitigten am Samstag einige Felsstücke, die schon auf die Fahrbahn herabgestürzt waren. Dabei bemerkten sie die lose auf einem Spalt liegenden tonnenschweren Brocken. Diese könnten bei einer Erschütterung in die Tiefe und auch auf die Straße stürzen.

Dass Straßen.NRW sofort die Firma Feldhaus mit den Sicherungs- und Räumungsarbeiten beauftragt hat, ohne ein Vergabeverfahren durchzuführen, begründete Zimmerschied mit der Dringlichkeit der Arbeiten: „Wir wollten keine Sekunde Zeit verlieren,“ sagte er gestern. Die Firma Feldhaus habe schon in der Platthauskurve gute Arbeit geleistet.

Dass die erst am 12. März aufgehobene Sperrung durch das Hönnetal nach umfangreichen Sicherungen gegen Felsabstürze nun etwa 500 Meter weiter wieder eingerichtet werden muss, überrascht auch die Verantwortlichen bei Straßen.NRW.

„In unserem Gebiet haben wir 50 Kilometer an Felshängen“, sagte Zimmerschied. Nach und nach würden alle überprüft – im Hönnetal ist die nächste Prüfung schon bald wieder fällig.

Erst einmal rollte gestern Morgen ein Langarmbagger an. Dessen 30 Meter langer Ausleger mit Meißel soll den Fels abtragen. Dafür wird, wie in der Platthauskurve, wieder Sand auf die Straße als Untergrund für den Bagger aufgetragen.

Eberhard Zimmerschied rechnet damit, dass es jeweils eine Woche dauern wird, die Felsbrocken zu lösen und abzutransportieren. „An erster Stelle steht bei uns die Verkehrssicherheit“, betonte der Straßen.NRW-Abteilungsleiter. „Dann kommt der Verkehrsfluss.“ Es sei im Interesse aller, den Zeitraum der Vollsperrung so kurz wie möglich zu halten.

Zeitgleich wird ein Geologe vor Ort sein, der ein Gutachten für die Sicherung erstellt: „Dazu könnte auch gehören, dass der Fangzaun verlängert wird“, kündigte Zimmerschied an.

Von Julius Kolossa

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