Feiertagsausstellung an mehreren Orten in Werdohl

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Neun Fotografien sollen an die ursprüngliche Bedeutung der Feiertage erinnern.

Werdohl - Was haben Nadel und Faden, ein Waschbrett, ein Nussknacker, ein verknotetes Seil, ein Rechenschieber, ein Dosenöffner, mehrere Schlüssel, eine Deutsche-Mark-Münze und ein Kopfhörer gemeinsam? Auf den ersten Blick gar nichts. Auf den zweiten Blick sind diese Alltagsgegenstände, als Fotomotive vor einem lilafarbenen Hintergrund, allesamt Symbole für christliche Feiertage – die sogenannten „Goldenen Zeiten“, mit denen die Wanderausstellung der Evangelischen Allianz Werdohl betitelt ist.

Interessierte können die Ausstellung – kostenfrei – an folgenden Tagen besuchen: Montag 9 bis 12 Uhr Gemeindehaus Stadtmitte, 14 bis 18 Uhr Stadtbücherei; Dienstag 9 bis 18 Uhr Stadtbücherei; Mittwoch 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr Gemeindehaus Stadtmitte; Donnerstag 9 bis 12 Uhr Christuskirche und von 14 bis 18 Uhr Gemeindehaus Stadtmitte; Freitag 9 bis 18 Uhr Gemeindehaus Stadtmitte.

Die „Goldenen Zeiten“, die wiederkehrenden christlichen Feiertage – wie Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt oder Pfingsten – sind viel mehr als arbeitsfreie Tage. Mit ihnen verbunden sind gesellschaftliche Werte wie Vergebung, Liebe, Treue und Wahrhaftigkeit. Doch immer weniger Menschen erinnern sich an den ursprünglichen Grund der Festtage. Dem soll die Ausstellung der Aktion „In jedes Haus“ entgegenwirken. Die Initiatoren wollen die Besucher an den zusätzlichen Mehrwert der Feiertage erinnern. Die Besucher des Suppen-Samstags in der Evangelisch-Freikirchlichen-Gemeinde am Fritz-Thomée-Platz waren am Samstag die ersten, die an neun Stationen auf die Suche nach der Wurzel der christlichen Feiertage gehen konnten. Doch zugegeben: Ohne erklärende Texte zu den Fotografien taten sich die Besucher schwer, die Botschaften zu erkennen. So stehen Nadel und Faden für den Wert des Weihnachtsfestes. „Wir feiern an Weihnachten, dass Gott Mensch wurde. Gott hat also etwas eingefädelt und zwei Dinge zusammengefügt: Gott und die Menschen“, verdeutlichte Pfarrer Martin Buschhaus die Intention des Motivs „Eingefädelt“. Und das Feiertags-Rätselraten ging vor dem Motiv „Geschrubbt“ weiter. „Das Waschbrett ist das Symbol für den Karfreitag“, erklärte der Geistliche. Jesus starb am Kreuz nicht wegen seiner eigenen Schuld, sondern wegen der Sünden der Menschen. „Durch seinen Tod bekommen wir wieder eine weiße Weste.“

Abstraktionen sind es also, die die Besucher an die Hintergründe der „Goldenen Zeiten“ erinnern wollen. Auch Jugendliche der weiterführenden Schulen will die Ausstellung erreichen. Für sie haben sich die Initiatoren zusätzlich Spielaktionen überlegt, um die jeweiligen Aussagen an den einzelnen Stationen zu verstärken. Vor allem auf den kommenden Mittwoch ist Pfarrer Martin Buschhaus gespannt, denn dann wird eine Gruppe muslimischer Schüler in der Ausstellung erwartet. „Wir wollen ihnen erklären, warum sie an manchen Tagen schulfrei haben.“  - von Susanne Riedl

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