Großes Lob für AEG-Abiturienten

Feierstunde in zwei Blöcken: 52 Gesamtschüler erhalten ihr Abschlusszeugnis

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Feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse – trotz Corona: Nachdem Schulleiter Sven Stocks das Zeugnis überreicht hatte, erhielt jeder Schüler eine Rose. Stocks hatte die Schüler des Jahrgangs ausdrücklich gelobt und sie als „besonders engagiert und liebenswert“ bezeichnet

Werdohl – Von einem „ganz besonderen, liebenswerten und engagierten Abiturjahrgang“ – das unterstrich nicht nur Schulleiter Sven Stocks – hat sich am Mittwoch das Kollegium der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) verabschiedet.

Im Rahmen von zwei kleinen, aber durchaus würdigen Feierstunden im Festsaal Riesei konnten die insgesamt 52 Schülerinnen und Schüler ihr Abiturzeugnis entgegennehmen. 

Oberstufenleiter Konrad Pewny begrüßte die Gäste an „diesem denkwürdigen Tag in einer merkwürdigen Zeit“. Um das Corona-Infektionsrisiko zu minimieren, nahmen jeweils nur die Hälfte der Abiturienten und deren Eltern an einer der Feierstunden teil. „Die Einschränkungen der vergangenen Monate haben uns in dieser vernetzten und technisierten Zeit unsere Verletzlichkeit vor Augen geführt“, bilanzierte der Schulleiter folglich in seiner Rede. Er erinnerte an die Überlegungen, die Abitur-Prüfungen komplett ausfallen zu lassen und bedauerte, dass einige Schulabgänger ihre Ausbildung nicht beginnen könnten, da die Unternehmen in diesen unsicheren Zeiten vom Vertrag zurückgetreten seien. 

Sieben Schüler mit einer Eins vor dem Komma

Er lobte den Abschlussjahrgang 2020, der sich im vergangenen Jahr mit Herzblut und großem Eifer für den Erhalt der AEG eingesetzt habe. Dass jetzt 52 Schülerinnen und Schüler ihr Abitur erworben hätten, sieben davon sogar mit einer Durchschnittsnote die eine Eins vor dem Komma zeige (Jahrgangsbeste ist Madeline Suzan Neumann mit der Durchschnittsnote 1,2), belege eindrucksvoll, dass es richtig gewesen sei, die AEG zu erhalten. 

Die Schulband hatte coronabedingt kaum Gelegenheit zur Probe. Dennoch bereicherten die Jugendlichen das Programm und durften sich über viel Beifall freuen.

Stocks appellierte an die Jugendlichen, künftig gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Das gelte insbesondere im Hinblick auf die Klima-Krise, die coronabedingt in den Hintergrund gerückt sei. „Sie stellt eine große Herausforderung dar.“ 

Die Bürgermeisterin gratuliert

Bürgermeisterin Silvia Voßloh (CDU) gratulierte den Jugendlichen zu ihrem Erfolg. Sie riet den Schülern, „in dieser schnelllebigen Zeit immer am Ball zu bleiben“. Angesichts von Covid-19 seien schon einige Träume zerplatzt. „Aber lassen Sie sich nicht entmutigen, schauen sie nach vorne.“ 

Für die Abiturienten bedankte sich Aleyna Kumlar bei allen Lehrern „die uns in schweren Zeiten unterstützt haben“: „Wir haben in den vergangenen Jahren auch lernen müssen, dass das Leben nicht immer fair ist.“ Jetzt sei es Zeit Abschied zu nehmen, sagte Kumlar – und erinnerte an die gemeinsamen Jahre und Erlebnisse eines „sonderbaren Haufens“: „Aus dem Ich und Du wurde das Wir.“

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