Es fehlt an Holznachschub

Sägen, hämmern, Hütten bauen – seit Montag läuft die Aktion Bauspielplatz.

WERDOHL ▪ Die Witterungsbedingungen waren zum Auftakt zwar nicht optimal – aber seit Montag läuft sie wieder, die Aktion Bauspielplatz der städtischen Jugendpflege. Deutlich über 80 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sieben und 14 Jahren hatten sich auf dem für diese Maßnahme durch einen Zaun abgeteilten Gelände auf dem Bolzplatz an der Goethestraße eingefunden, um das zuvor angelieferte Holz in Hütten, Vogelhäuschen oder Flöße zu verwandeln.

Die Aktion steht in diesem Jahr unter dem Motto „Lenne-Piraten“, und wenn alles nach Plan läuft, sollen die noch in der Entstehung befindlichen Boote oder Flöße auf der Lenne auf ihre Schwimmfähigkeit hin getestet werden. Bis dahin dauert es aber noch etwas.

Der Montag, so Streetworker Tobias Chylka, war zunächst als „Kennenlerntag“ gedacht, in dessen Verlauf sich Gruppen zusammenfinden sollten, die dann gemeinsam „etwas auf die Beine stellen“. Allerdings sieht Chylka ein Nachschub-Problem. Im Gegensatz zu früheren Jahren „haben wir diesmal deutlich weniger Holz von Firmen zur Verfügung gestellt bekommen“.

Das mag unterschiedliche Gründe haben – aber die Bitte der Jugendpflege steht: Wer für die Aktion Bauspielplatz noch Holz abgeben kann und möchte, sollte sich bei Chylka (0163/354 11 05) melden. Das Holz wird abgeholt, „und wenn es gebracht wird, ist das noch besser“. Hauptsache, die Kinder haben letztlich genug Material, um ihre Ideen in die Tat umzusetzen.

Abgesehen davon, dass die kleinen Baumeister mit Eifer bemüht sind, ihre Kreativität zur Entfaltung kommen zu lassen, um zu fortgeschrittener Zeit – vorzeigbar – in die Welt der Seeräuber einzutauchen, gibt es auch ein kleines Rahmenprogramm.

So soll es heute ein kleines Fußballturnier geben; am Mittwoch wird eine Schminkaktion durchgeführt, die auch im Bild festgehalten wird, damit jeder eine kleine Erinnerung an eine hoffentlich schöne Zeit hat. Und letztlich gilt: Wenn es regnet, wird ins Jugend- und Bürgerzentrum umgezogen, wo dann alles „produziert“ wird, was einen Piraten so ausmacht – bei der Augenklappe angefangen. Natürlich seien auch Piratenkostüme vorbereitet, berichtet Tobias Chylka, denn auch das äußere Erscheinungsbild der Kinder soll dem Motto dieses Jahres voll gerecht werden.

Bis die jungen Seeräuber aber in See – respektive in die Lenne – stechen können, muss noch reichlich und eifrig gesägt, gehämmert und angepasst werden. Werkzeug ist noch vom letzten Jahr vorhanden, Nägel natürlich auch, wenngleich hier der Nachschub kein Problem bereitet, denn solche Dinge lassen sich schnell und für kleines Geld im Baumarkt beschaffen.

Durchgeführt wird die Aktion Bauspielplatz noch bis einschließlich 27. August – jeweils wochentags. Eine ausreichende Zahl von Helfern achtet auf die Kinder und gibt Unterstützung, wenn es mit der Umsetzung der Pläne nicht so klappt.

Wer noch mitmachen möchte, kann jederzeit dazukommen, denn eine Anmeldung ist nicht notwendig. Allerdings würden die Mitarbeiter der Jugendpflege es gerne sehen, wenn am ersten Aktionstag die Eltern mitkommen, um zum Beispiel Telefonnummern oder Ansprechpartner im Notfall anzugeben. Da die Maßnahme jeweils bis 14 Uhr dauert, sollte Essen mitgegeben werden; Getränke und Obst werden während des Aktionstages jeweils kostenlos von der Stadt gestellt.

Rainer Kanbach

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