Fast zwei Monate Zeitverzug

Noch im Dezember 2009 bei der Grundsteinlegung herrschte Optimismus, das Gerätehaus im März beziehen zu können.

WERDOHL ▪ Der lange, harte und schneereiche Winter hat im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Feuerwehr-Gerätehauses in Eveking nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld gekostet, wenngleich hier nicht die Baukosten angesprochen sind. Die können mit einem Volumen von nicht ganz 800 000 Euro gehalten werden. Vielmehr ist es die Miete für die Gewerbepark-Halle 6, in der gegenwärtig der Löschzug-Fuhrpark und das wichtigste technische Gerät der Feuerwehr Eveking untergebracht sind. Dieser Betrag erhöht sich auf 16 000 Euro.

Als Bürgermeister Siegfried Griebsch Anfang Dezember 2009 gemeinsam mit Wehrleiter Manfred Theile den Grundstein für das neue Gerätehaus gelegt hatte, herrschte noch allgemeine Zuversicht über die Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Feuerwehr-Quartiers. Ende März 2010, so die damalige Botschaft, könne der Umzug stattfinden. Daraus wird nichts. Der Zeitverzug macht nach jetzigem Stand runde zwei Monate aus. Erst in der zweiten Maihälfte dürften die Arbeiten „durch“ sein.

„Wir haben bis zur zehnten Kalenderwoche ständig Witterungsunterbrechungen gehabt und konnten deshalb nur ganz sporadisch arbeiten“, so Peter Erwig von der Verwaltungs-Abteilung Bauen und Immobilienmanagement auf Nachfrage.

Immerhin: „Dicht“ war der Neubau schon frühzeitig. Das Dach war drauf, die Fenster waren eingesetzt. Nur der Frost ließ Folgearbeiten nicht zu. Die laufen jetzt mit Macht. Die Elektrik wird installiert. Nicht tragende Wände im Inneren – etwa im Sozialbereich – werden gesetzt. Damit ist auch absehbar, dass bald die Heizung eingebaut und der Sanitärbereich hergerichtet wird. Estrich auf den Boden und Fliesenleger rein – das hört sich unkompliziert an, braucht aber seine Zeit.

Derweil die Handwerker eifrig bemüht sind, ihren Job bis Ende Mai zu erledigen, tut sich beim Feuerwehr-Löschzug Eveking in Sachen Umzug noch nichts. Die Vorbereitungen beginnen erst, wenn der Baufortschritt einen Wechsel von Halle 6 ins neue Quartier erlaubt.

Dann allerdings kann alles schnell gehen. Wie beim ersten Umzug vom alten Gerätehaus in die Übergangs-Unterkunft, so werden die Feuerwehrleute aus Eveking auch diesmal maßgeblich mit Hand anlegen und die Spinde, Atemschutz und Funktechnik ins neue Gerätehaus schaffen. Das geringste Problem sind die Einsatzfahrzeuge – die brauchen nicht verladen zu werden.

Alles, was dringend für einen Ernstfall benötigt wird, ist dann vor Ort. Die restliche Ausrüstung, die jetzt noch im alten Gerätehaus gelagert wird, soll dann nachgeholt werden. Wann feierliche Einweihung ist, bleibt offen. Da gibt es momentan noch kein Datum.

Rainer Kanbach

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