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Fast drei Viertel der Werdohler Schüler verfügen über ein Tablet

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Von: Volker Griese

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Die handlichen Tabletcomputer haben auch in den Alltag der St.-Michael-Grundschule Einzug gehalten. Allerdings ist die Zahl der Geräte im Vergleich mit anderen Werdohler Schulen am geringsten.
Die handlichen Tabletcomputer haben auch in den Alltag der St.-Michael-Grundschule Einzug gehalten. Allerdings ist die Zahl der Geräte im Vergleich mit anderen Werdohler Schulen am geringsten. © Volker Griese

Wie gut ist eigentlich die digitale Ausstattung an den Werdohler Schulen? Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Digitalisierung der Schulen vielerorts vorangetrieben. Wie es um die Schulen in Werdohl bestellt ist, hat die Stadtverwaltung jetzt in einem Papier für den Schulausschuss zusammengestellt.

Werdohl ‒ Die SPD-Landtagsfraktion hält es für belegt, dass ein erheblicher Nachholbedarf im Bereich der Digitalisierung und der digitalen Ausstattung der Schulen, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler bestehe. Nach Erkenntnissen des NRW-Schulministeriums handelt es sich allerdings um Ausnahmen, wenn Lehrkräfte Probleme mit ihrer persönlichen IT-Ausstattung oder der von den Schulen genutzten Software haben. Konkrete Daten über Beschwerden lägen dem Land jedenfalls nicht vor. „Problemanzeigen von Lehrkräften und Schulen stellen nach Rückmeldung der Bezirksregierungen Einzelfälle dar“, erklärt Schulministerin Dorothee Feller (CDU) in einer Antwort auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag.

Wie es um die digitale Ausstattung der Werdohler Schulen bestellt ist, hat die Stadtverwaltung jetzt in einer Beratungsdrucksache für die Sitzung des Schulausschusses am Dienstag, 25. Oktober, zusammengestellt. Demnach sind 71,7 Prozent der insgesamt gut 1600 Kinder und Jugendlichen an Werdohler Schulen mit Tabletcomputern (iPads) ausgestattet. An der Realschule verfügen sogar ausnahmslos alle Schülerinnen und Schüler über ein solches Gerät für die digitale Unterrichtsgestaltung, was damit zusammenhängen könnte, dass in der Schule am Köstersberg nur noch die Jahrgänge acht bis zehn unterrichtet werden. Die Realschule wird bekanntlich am Ende des Schuljahres 2024/25 geschlossen.

An der Albert-Einstein-Gesamtschule steht für 68,5 Prozent der aktuell 715 Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen fünf bis 13 ein Tablet zur Verfügung.

Video: So läuft der digitale Unterricht an der St.-Michael-Grundschule Werdohl:

Hoch ist der Grad der Ausstattung mit Tablets auch an den meisten Grundschulen. So steht rund 88 Prozent der Mädchen und Jungen an der Evangelischen Martin-Luther-Grundschule Ütterlingsen und der Gemeinschaftsgrundschule mit den beiden Standorten Königsburg und Kleinhammer ein iPad zur Verfügung. An der katholischen St.-Michael-Grundschule in der Stadtmitte sind dagegen nur 56,3 Prozent der Kinder versorgt. Gründe dafür nennt die Stadtverwaltung in dem Beratungspapier für den Schulausschuss nicht.

Die Stadt Werdohl hat aber in den vergangenen drei Jahren nicht nur Tabletcomputer für Schüler und Lehrerkollegien angeschafft, sondern auch in die für deren Nutzung erforderliche Digitalausstattung der Schulen investiert. So wurden Netzwerke aufgebaut, Glasfaserverbindungen geschaffen, weitere Hardware wie Beamer und interaktive Displays, aber auch Software angeschafft und Lehrer im Umgang mit den digitalen Medien geschult.

Insgesamt hat die Stadt Werdohl nach Darstellung der Verwaltung bisher mehr als eine Million Euro in die Digitalausstattung der Schulen investiert, die mit Mitteln der Förderprogramme „Gute Schule 2020“ und „Digitalpakt Schule“ sowie aus der Bildungspauschale des Landes finanziert wurden. Außerdem seien Sondermittel für die Beschaffung von 159 Lehrer-iPads (70.500 Euro) und 336 Schüler-iPads (rund 127.000 Euro) eingesetzt worden. Während die Stadt sich mit einem Eigenanteil von zehn Prozent an den Schüler-Geräten habe beteiligen müssen, seien die Tablets für die Lehrer zu 100 Prozent gefördert worden. Zusätzliche 286 iPads hätten erst kürzlich mit weiteren Fördermitteln aus dem „Digitalpakt Schule“ angeschafft werden können, heißt es in der Darstellung der Stadtverwaltung weiter. Somit stünden nun also in den Werdohler Schulen für Schüler und Lehrer 1350 Tabletcomputer für die digitale Gestaltung des Unterrichts zur Verfügung.

Der Schulausschuss kommt am Dienstag, 25. Oktober, um 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses zu seiner nächsten öffentlichen Sitzung zusammen.

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