„Eingangstor“ aufgehübscht

Fassaden-Projekt: So wird das Bahnhofsviertel aufgewertet

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Klimaschutzmanagerin Meike Majewski (von links), Bürgermeisterin Silvia Voßloh und Michael Tauscher aus der Abteilung Jugend und Soziales sind mehr als zufrieden: Die Fassadenaufwertung im Bahnhofsviertel ist sichtbar gelungen.

Werdohl – Die Hartnäckigkeit, mit der Michael Tauscher das Projekt Fassadenaufwertung im Bahnhofsviertel verfolgte, hat sich aus Sicht von Bürgermeisterin Silvia Voßloh (CDU) gelohnt.

Nachdem die vier wetterfesten Plakate am Dienstag an der bisher unansehnlichen Fassade des Gebäudes gegenüber dem Taxistand angebracht waren, dankte sie aber nicht nur Tauscher aus der Abteilung Jugend und Soziales der Stadt Werdohl. Auch Klimaschutzmanagerin Meike Majewski und Uwe Trester, der die Arbeiten mit seiner Arbeitsgruppe Flüchtlinge ausgeführt hat, vergaß die Bürgermeisterin nicht. 

„Wir schlagen mit dieser Plakat-Aktion gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe“, waren sich Voßloh, Tauscher und Majewski einig. Einerseits bilde das Bahnhofsumfeld quasi das „Eingangstor“ in die Stadt. „Und deshalb ist es wirklich sehr gut, dass es uns gelungen ist, diese Fassade deutlich aufzuwerten“, stellte die Bürgermeisterin fest. Andererseits würden die Werdohler, Einpendler und Gäste durch die Plakate an das Thema Klimaschutz erinnert – und „vielleicht zum Nachdenken anregt“, hofft Majewski. Hinzu komme, „dass uns diese Aktion nur ganz wenig Geld kostet“, erinnerte Tauscher an die 91-prozentige Förderung der Maßnahme im Rahmen des städtischen Klimaschutzkonzeptes. Die Gesamtkosten lägen unter 2500 Euro, berichtete die Klimaschutzmanagerin, Werdohl müsse also nicht einmal 250 Euro aufbringen. 

Nutzungsvertrag mit Eigentümer geschlossen

Mit Samed Ayhan, dem Eigentümer des Gebäudes, sei vorab ein entsprechender Nutzungsvertrag geschlossen worden. Denn die Plakate sind nicht direkt an der Wand angebracht worden. Zunächst wurden Siebdruckplatten an der Fassade montiert und weiß gestrichen. An dieser Verkleidung haben Trester und seine Mitarbeiter insgesamt vier Plakate angebracht. Jedes der auf einem Aluminiummaterial aufgedruckten Bilder ist circa 1,50 mal 2 Meter groß. Gedruckt wurden die Plakate in Neuenrade, die Motive stammen allerdings vom Klima-Bündnis. 

Uwe Trester und seine Flüchtlings-Arbeitsgruppe haben die Fassadenverschönerung umgesetzt.

Dieses Netzwerk stellt Städten und Gemeinden im Rahmen der Kampagne „Gutes Leben ist einfach“ Materialien zur Verfügung, die zur Auseinandersetzung mit dem Thema Klimaschutz im Alltag anregen sollen. „Wir haben das Rad an dieser Stelle nicht neu erfunden, denn wir hätten es nicht besser machen können“, lobt Majewski die „etwas frechen“ Aussagen der Plakate. 

Slogan schlägt jeweils einen Tausch vor

Der Slogan über allen vier Bildern schlägt jeweils einen Tausch vor, der sowohl der Umwelt als auch den Menschen dienen könnte; zum Beispiel den von Plastikflaschen gegen Wasser aus dem Hahn. Majewski: „Wenn es uns damit gelingt, den einen oder anderen zur Veränderung seiner Gewohnheiten zu bringen, ist viel gewonnen.“

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