Farbtupfer fürs Lenneufer

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Der Werdohler Erwin Günther will morgen gemeinsam mit den Ein-Euro-Jobbern und den Asylbewebern 175 Vogelschutzgehölze am Lenneufer pflanzen.

Werdohl -  Zartes Rose, kräftiges Pink und strahlendes Weiß: An der Lenneuferpromenade soll es jetzt farbenfroh werden. Gleichzeitig setzt sich Erwin Günther mit „seinen“ Ein-Euro-Jobbern und Asylbewerbern für den Naturschutz ein: Schon am Donnerstag wollen die Männer eine große Pflanzaktion am Lenneufer starten.

Von Carla Witt

175 Vogelschutzgehölze – Weißdorn und verschiedene Wildrosenarten – sollen dort einen Platz finden. „Damit wollen wir einen weiteren Beitrag zur Lebensqualität in unserer Stadt leisten“, betont Erwin Günther, der die Idee hatte, die Promenade auf diese Weise nicht nur optisch weiter aufzuwerten. „Mittelfristig werden durch die Bepflanzung natürlich Nistmöglichkeiten für einheimische Vögel entstehen“, sagt Günther. Das wiederum komme auch den Werdohlern zugute, die dann Gelegenheit hätten, die Tiere während ihrer Spaziergänge am Flussufer zu beobachten.

Die Gehölze, die in Gruppen gepflanzt werden sollen, seien zudem nicht nur während der Blütezeit ein attraktiver Blickfang, unterstreicht Günther. Auch die Früchte und und das bunte Laub tragen demnächst zur Attraktivitätssteigerung der Lenneuferpromenade bei, ist der Werdohler überzeugt.

Damit die Pflanzen fachgerecht gesetzt werden – also den richtigen Standort erhalten und später interessante Sichtachsen für die Betrachter bilden – hat sich Erwin Günther fachkundige Hilfe geholt: Ingo Wilmes, Inhaber der Wilmes Garten- und Landschaftsbau GmbH in Werdohl. „Er besorgt die Pflanzen zu einem Sonderpreis und steht uns vor Ort beratend zur Seite“, lobt Erwin Günther – und bedankt sich im gleichen Atemzug bei einem weiteren Sponsor, ohne den die Aktion nicht möglich sei: „Die Verantwortlichen der Volksbank in Werdohl haben zugesichert, die Kosten für die Gehölze zu übernehmen.“

Allerdings: Wären die circa sieben Ein-Euro-Jobber und die rund 20 Asylbewerber nicht so engagiert, hätte Günther wohl kaum in die Planungen einsteigen können. „Ohne Muskelkraft geht es eben nun mal nicht“, sagt der Mitarbeiter der Stadt Werdohl. Auf „seine Truppe“ könne er sich wirklich verlassen, betont Günther – und erinnert an die Gestaltung des Wellengartens, der in der Stadt großen Anklang gefunden hat. Die Pflanzaktion sei nun ein weiterer Schritt, um die Promenade aufzuwerten. „Ich habe aber noch weitere Ideen, die ich mit meinen Leuten noch gerne umsetzen würde“, kündigt Erwin Günther an – ohne jetzt schon weitere Details verraten zu wollen.

An welchen Stellen genau gepflanzt wird, soll vor Ort entschieden werden. Allerdings steht eines fest: „Wir werden nicht in die Bereiche gehen, die vom Stadtumbau West betroffen sind“, erklärt Erwin Günther. Schließlich wolle er vermeiden, dass Gehölze eventuell aufgrund von Baumaßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt wieder entfernt werden müssten.

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