Fantasievolle Kreationen aus Äpfeln und Knollen

Die große mobile Apfelpresse des Naturschutzzentrums war einer der Höhepunkte des 19. Sauerländer Apfelfests. Tausende Besucher waren der Einladung der Familie Crone und des Naturschutzzentrums gefolgt und erkundeten am Sonntag den Hof.

Werdohl - Es duftete nach Äpfeln und Kartoffeln. Die Klänge der Jagdhornbläser hallten über den Hof. Und die Scharen strömten in Richtung Hof Crone. Denn dort fand am Sonntag das 19. Sauerländer Apfelfest statt.

Tausende Besucher nutzten das schöne Herbstwetter, zu einem Bummel über den bunten Bauern- und Handwerkermarkt. Es war eine Veranstaltung für Genießer. An jeder Ecke gab es etwas Neues zu entdecken und zu probieren. Hunderte Apfel- und Kartoffelsorten warteten darauf von den Besuchern erkundet und probiert zu werden. Ein Plausch unter Hobbygärtnern und Experten gehörte natürlich dazu.

Konzentration und Geschick war beim traditionellen Sauerländer Kartoffelschälwettbewerb gefragt. Dabei mussten die Teilnehmer ihr Geschick am Schälmesser unter Beweis stellen. In 30 Sekunden mussten möglichst viele Kartoffeln geschält werden. Gleich in der Scheune neben an gab es alte Handwerkskunst zu bewundern. Seifen sieden und die alte Kunst der Bürstenherstellung faszinierten die Besucher.

„Wenn ich hier die Äpfel reinschütte, kommt da unten Pampe raus und ganz unten Apfelsaft, der ist voll lecker“, erklärte Jonas. Der 13-Jährige hatte sich die mobile Saftpresse des Naturschutzzentrums genau erklären lassen. Mitmachen und nachfragen war am Sonntag ausdrücklich erwünscht. Landwirtschaft zum Anfassen eben.

„Wenn ich das hier sehe, dann werden Erinnerungen an meine Jugend wach. In Schlesien mussten wir als Kinder auch immer bei der Kartoffelernte helfen. Für einen Korb bekamen wir ein paar Pfennige“, erinnerte sich Gerlinde Mescheder. Sie war extra aus Olpe angereist. Eine Freundin hatte ihr von dem bunten Fest berichtet. Die begeisterte Gärtnerin suchte gezielt das Gespräch an den Ständen. „Wann hat man sonst schon die Gelegenheit, mit solchen Experten zu sprechen“, fragt sie.

19. Apfelfest in Werdohl

Ziemlich aus der Puste kamen die kleinen Besucher im Strohballenparcours. Waghalsige Sprünge von einem Ballen zum anderen waren doch anstrengender als zunächst erwartet. „Ich hatte immer gedacht, Stroh ist viel weicher. Aber das sticht total“, sagt Jannis. Der Achtjährige kommt aus Dortmund und ist zum ersten Mal auf einem Bauernhof. Nachdem er sich ausgetobt hat, will er zum Stoppeln aufs Feld. „Die Kartoffeln, die ich sammele, muss Mama dann kochen.“

Neben den Ständen mit Kunst, Leckereien und Pflanzen gab es für die Besucher zahlreiche Informationen rund um Knollen und Äpfel. Beispielsweise am Stand der Verbraucherzentrale oder in der rollenden Waldschule von Karl-Heinz Tacke.

Und wer dann doch mal eine Pause brauchte, konnte die mit Kartoffelchips, Bratäpfeln oder Reibekuchen genießen. Angestoßen auf den schönen Tag wurde natürlich – wie es sich an so einem Tag gehört – mit Apfelsaft und Federweißer.

Von Lydia Machelett

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