Fantasien vom Westpark

Diese Skizze enthält alle Ideen und Projekte, die vielleicht im Rahmen der Regionale 2013 verwirklicht werden können. In erster Linie geht es darum, die Stadt und den Fluss besser mit einander zu verbinden. ▪ Grafik: B.A.S. Kopperschmidt und Moczala

WERDOHL ▪ Von vielversprechenden Begriffen, fantasievollen Ideen und unglaublichen Chancen hörten die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung.

Christian Moczala vom Architekturbüro B.A.S. aus Weimar ist beauftragt, das Projekt LenneSchiene der Regionale 2013 mit Ideen und Planungen zu füllen – den Stand der Dinge stellte er jetzt den Werdohler Politikern vor. Staunend hörten diese von einem Westpark und von Lenneterrassen am Vier Jahreszeiten, vom einem Ostpark und vom Panoramablick Remmelshagen, von einer Lennefontaine und von der Funkenbastion.

Moczala präsentierte die Ideen im allerbesten Architekten-Deutsch, sprach von Projektfamilien, warf „piranesische Orte“ und „vertikale Gärten“ in die Runde sowie schöne Zeichnungen an die Wand, dazu gewährte er dem Fluss der Lenne ebenso wie dem Fluss der Ideen sehr viel Raum.

Die LenneSchiene ist ein Projekt, bei dem sich acht Lenne-Anrainerstädte zusammengeschlossen haben, um gemeinsam die Lebensqualität am Fluss zu verbessern. Damit sind Projektbüros beauftragt worden, die erste Entwürfe abgeliefert haben. Im Rahmen der Regionale 2013 werden solche Projekte finanziell gefördert, über die Förderung entscheidet die Vergabe von Sternen. Den ersten Stern hat das Lenneprojekt im Dezember 2009 erhalten, der zweite Stern wird im März erwartet. Einer definitiven Fördermittelzusage gleich kommt allerdings erst ein dritter Stern, den der Regionale-Ausschuss zum Beispiel vor kurzem für den Burg-Aufzug in Altena gegeben hat. Zur Bewerbung um den zweiten Stern hatten sich die Bürgermeister und weitere Beteiligte aller acht Städte im Sommer vergangenen Jahres in Finnentrop getroffen, um in jeder Hinsicht Gemeinsamkeit und Geschlossenheit zu signalisieren.

Diese Geschlossenheit nicht zu verlassen, dafür warb ganz besonders Bürgermeister Siegfried Griebsch im Ausschuss. Werdohl solle im Konzert mit den anderen Städten Chancen nutzen, nach vorne gehen und mitmachen.

Politische Bedenken äußerte im Aussschuss WBG-Ratsmitglied Friedrich-Wilhelm Middendorf. Er fragte an, woher denn der Eigenanteil der Stadt Werdohl kommen solle.

Griebsch war der Meinung, dass Werdohl den Löwenanteil der öffentlichen Förderung bereits durch das Stadtumbauprojekt zugesagt bekommen habe. „Daraus erwarten wir 4,2 Millionen Euro Förderung, da werden wir nicht nochmal fünf oder sechs Millionen durch die Regionale bekommen.“ Anders als der Stadtumbau gebe es bei der Regionale keinen eigenen Fördertopf. Moczala sah die Stadt Werdohl auf einem „erstaunlich guten Weg“. Die Bezirksregierung schätze das Projekt LenneSchiene sehr, weil deutlich würde, wie eng die Städte dort miteinander arbeiteten. Die LenneSchiene sei eine Regionale in der Regionale, meinte er.

Der Radweg LenneRoute ist ebenso wie die Sanierung des Bahnhofes ein Baustein der LenneSchiene.

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