Zum Fantasie-Wesen werden

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Büchereileiterin Klaudia Zubkowski hat Spiel-Erklärung und Charakterlisten für „Pathfinder“ bereits vorliegen. Das Tisch-Rollenspiel soll am 30. November stattfinden.

WERDOHL - Sie haben teils mystische Titel wie „Das schwarze Auge“, „Advanced Dungeons and Dragons“ oder „Shadowrun“ und gelten als die geistigen Eltern der bekannten PC-Rollenspiele: Tisch-Rollenspiele. Eine Einführung in die im wahrsten Sinne des Wortes, fantastische Welt dieser Unterhaltungsmöglichkeit, möchten die „Traumjäger“ Interessierten und Spielbegeisterten am 30. November in der Stadtbücherei Werdohl bieten.

Unter dem Motto „Helden gesucht“ werden die Gäste aktiv in das Tischrollenspiel „Pathfinder“ eingebunden. Die „Traumjäger“ leiten die kleinen Spielrunden zu einem spannenden Fantasy-Abenteuer an, das mit Helden, Goblins und einem Drachen zum „Leben“ erweckt werden soll. Dabei entdecken die Teilnehmer neue, fremde Welten. Eine Teilnahme ist kostenlos – Beginn ist um 14 Uhr. Um besser planen zu können, wird um eine vorherige Anmeldung bei den „Traumjägern“ unter www.dietraumjaeger.de gebeten.

Das Besondere an Tisch-Rollenspielen: Freunden kommt zusammen, um mit selbsterdachten Helden Abenteuer zu bestehen. In der Regel bilden drei bis sechs Spieler eine Gemeinschaft. Sie benötigen nur einen Stift und ein Charakterblatt, sowie Würfel – der Rest, so lautet die Spielanweisung, kommt durch die Fantasie.

Die Spieler schlüpfen dabei in die Rollen von Rittern, Burgfräuleins, Dieben, Elfen oder Zwergen – je nachdem, welche Figur verkörpert werden soll. Der Figur-Charakter wird auf dem Charakterblatt notiert – Körperkraft, Geschicklichkeit und Charisma sind ebenso vermerkt, wie Talente, Ausrüstung oder Waffen. Eine Person pro Spielrunde „hält“ die Spielfäden in der Hand – sie ist der Spielleiter oder Erzähler und hat ein Abenteuer für die Helden vorbereitet, das es zu bestehen gilt. Je ausführlicher der Erzähler die Situation beschreibt, umso besser können sich die Spieler die Umgebung und die Situation vorstellen, in der sich die Figuren bewegen sollen. Beispiel: „Ihr sitzt in der Taverne, als plötzlich die Tür aufgeht und eine riesige Gestalt mit einer Axt hereinpoltert. Was tut Ihr?” Anders als bei Kinderbüchern wird keine Möglichkeit vorgegeben – es liegt alleine an den Spielern zu erklären, wie sie auf die Situation reagieren möchten.

Ziel des Tisch-Rollenspiels ist nicht die Suche nach einem Gewinner oder einem Verlierer, sondern das Agieren der Spieler untereinander. Was alleine nicht bezwungen werden kann, geht in der Gruppe vielleicht einfacher – aber auch Konflikte können unter den Figuren auftreten, wenn einer der Helden lieber einen anderen Weg einschlagen möchte. Dieses aktive Miteinander sei es, was den Reiz der Tisch-Rollenspiele ausmache, laden die „Traumjäger“ zum Mitspielen in die Stadtbücherei Werdohl ein.

Von Susanne Riedl

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