Go-Music-Konzert

Von Kroatien nach Sardinien

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Vanja Sky (vorne) führte die Go-Music-Truppe rund um Martin Engelien im Monat Januar an.

Werdohl - Vanja Sky und Martin Engelien hüpften im selben Rhythmus durch die Luft. Der Gleichklang der beiden erzeugte den Eindruck, auf der Bühne der Musikkneipe Alt Werdohl würde ein Trampolin stehen. Doch was die zwei Musiker beim Go-Music-Konzert am Freitagabend derart beflügelte, war einzig und allein die Reaktion des Publikums in der pickepacke vollen Gaststätte.

Die zwei hörten gar nicht wieder auf mit ihrer sportlichen Einlage. „Don’t Forget to Rock ‘n’ Roll“ sang Vanja Sky einen selbstkomponierten Song – und das taten die Zuschauer auch nicht.

Wie entfesselt feierten sie mit der Session-Band. Lediglich Ex-Wirt Jürgen „Pöngse“ Krutzsch bemängelte die Songauswahl, war doch mit „To Love Somebody“ ein Stück der Edelschnulzen-Barden Bee Gees im Programm versteckt.

Ansonsten aber hatte die Kroatin Vanja Sky bei der geschmackssicheren Zusammenstellung des Programms zu Klassikern anderer Genres gegriffen. Mit Ten Years After („I Love to Change the World“), Cream, („Strange Brew“), Lynyrd Skynyrd („Simple man“) und Stevie Ray Vaughan („Pride and joy“) ging die Reise eindeutig in Richtung Blues. Kein Wunder, dass eine andere Eigenkomposition der Sängerin und Rhythmus-Gitarristin „Hit me With a Blues“ hieß.

Engelien berichtete staunend, er habe die Chanteuse mit der markant-rauen und raumfüllenden Stimme gefragt, warum sie Lieder auserkoren hatte für diesen Abend, die weitaus älter seien als sie selbst. Und sie habe umgehend geantwortet: „Das waren früher wenigstens noch Songs, die nach zwei Wochen nicht wieder vergessen sind.“

Francesco Marras sorgte für andere Akzente. Der Lead-Gitarrist sang „Wanted Dead or Alive“ von Bon Jovi und enttäuschte dabei ein wenig mit einem äußerst dünnen Stimmchen. Der aus Sardinien stammende Musiker ließ allerdings mit seinem fulminantem Saiten-Spiel zugleich die Münder der Werdohler Fans mit Leichtigkeit offen stehen.

Die nächste Go-Music-Nacht im Alt Werdohl an der Freiheitstraße findet erst am Freitag, 6. März, statt.

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