Familienzentrum: Gute Arbeit in der Stadtmitte

Die Leiterinnen Gisela Urbas (vorn l.) und Karina Wionsek (rechts daneben), Mitarbeiterinnen und Trägervertreter feierten gestern mit einem Glas Sekt und Kuchen die erfolgreiche Zertifizierung zum Familienzentrum im Verbund des städtischen Kindergartens Budenzauber und des katholischen Kindergartens St. Michael.

WERDOHL ▪ Ende September wurden mit dem Verbund der Kindertagesstätten Budenzauber und St. Michael zwei Einrichtungen in der Stadtmitte als Familienzentrum zertifiziert. „Das hatte in Werdohl keiner gehört“, meinte Karina Wionsek – deshalb wurde jetzt in St. Michael das Glas erhoben auf die gute Zusammenarbeit.

Mehr als ein Jahr dauerte die Zertifizierungsphase der beiden Einrichtungen, die sich um den Status als Familienzentrum und den damit verbundenen jährlichen Zuschuss von 12 000 Euro bewarben. Mit dem Verbund eines städtischen und eines konfessionellen Kindergartens wird in Werdohl das Konzept der Sozialräume verfolgt. In diesem Fall sind es die Kinder und Eltern in der Stadtmitte, die von den beiden Einrichtungen versorgt werden. Obwohl nicht im Zertifizierungsplan, nimmt die Stadt den Kindergarten Funkenburg dazu. Der ist mit einer Gruppe zu klein, um als Familienzentrum zu fungieren, wird aber eben zum Sozialraum Stadtmitte gerechnet. Damit werden in allen drei Einrichtungen 170 Elternpaare erreicht.

Diese Eltern werden seit gut einem Jahr über die kostenlosen Zusatz-Angebote des Familienzentrums informiert. Die Einrichtungen orientieren sich mit ihren Beratungs- und Hilfsangeboten ganz eng am Elternwillen. Den Eltern soll das Leben mit Kindern im Alltag erleichtert werden, dazu werden in die regelmäßig stattfindenden Elterncafés Experten und Berater eingeladen.

Jugendamtsleiterin Sybille Dworschak berichtete, dass mittlerweile drei der vier Werdohl zugestandenen Familienzentren zertifiziert seien. Der Verbund der Kitas Momo und St. Bonifatius sei in der Entwicklungsphase, die Zertifizierung soll im kommenden Jahr erlangt werden.

Der städtische Kindergarten wird ebenso wie der katholische seine Eigenständigkeit und sein eigenes Profil behalten, ebenso wird im Familienzentrum ein individuell auf die Elternschaft der Stadtmitte zugeschnittenes Angebot gemacht. Konzepte anderer Familienzentrum könne man nicht einfach übernehmen.

Dass das Familienzentrum mit den Angeboten den Nerv der Eltern trifft, beweist der gute Besuch der Angebote: Bislang musste noch keine einzige Veranstaltung abgesagt werden.

Von Volker Heyn

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