Auf zum Familienzentrum

Zum Start des Elterncafés in der Kindertageseinrichtung St. Bonifatius überreichte Elternratsvorsitzende Sabine Jeßegus (links) Helma Neuberger einen Strauß Blumen.

WERDOHL ▪ Gemeinsam mit dem städtischen Kindergarten „Momo“ am Heideberg befindet sich die katholische Kindertagesstätte St. Bonifatius an der Kirchstraße in Eveking derzeit auf dem Weg zur Zertifizierung als Familienzentrum. Um diesen Status auch zuerkannt zu bekommen, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt werden. Eine davon ist die Einrichtung eines Elterncafés. Von Rainer Kanbach

Eben diese Einrichtung ist am Mittwochmorgen im kleinen Foyer der Kindertagesstätte St. Bonifatius eröffnet worden. Hier haben Mütter oder Väter die Gelegenheit zum Verweilen, um sich – auch ohne Erzieherinnen – zwanglos unterhalten und Gedanken austauschen zu können.

Das Elterncafé ist täglich geöffnet, verfügt über eine leistungsfähige Kaffeemaschine und einen Wasserkocher, damit auch Teetrinker zu ihrem Recht kommen können. „Wir hoffen, dass sich diese Einrichtung etabliert und von den Eltern auch angenommen wird“, sagt Helma Neuberger, die Leiterin der St. Bonifatius-Kindertagesstätte und verweist darauf, dass es in absehbarer Zeit auch ein Elterncafé im Kindergarten „Momo“ geben werde.

Nachdem die beiden Kindergärten St. Michael an der Brüderstraße und „Budenzauber“ auf dem Rodt (als Verbundlösung) – nach einem Jahr der Vorbereitung – inzwischen Bescheid darüber erhalten haben, dass sie die Zertifizierung als Familienzentrum bekommen, stehen die beiden Versetaler Einrichtungen, die ebenfalls innerhalb eines Verbundes aktiv sein wollen, noch ziemlich am Anfang, aber Helma Neuberger ist sicher: In einem Jahr „haben auch wir diesen Status“.

Geebnet wurde der Weg zuvor durch Gespräche zwischen der Regionalleitung des Bistums Essen und der Stadt Werdohl.

Im Rahmen eines Familienzentrum-Konzeptes sollen schon bald Elternabende angeboten werden, in denen unterschiedliche Themen behandelt und zu denen Referenten eingeladen werden sollen. Das Spektrum ist weit, wie die Beispiele der anderen Familienzentren belegen. Gesundheit und Soziales wären da nur zwei Beispiele von vielen. Hinzu kommen Betreuungs- oder Beratungsangebote.

Gemeinsame Aktionen wird es ebenfalls im Versetal geben. Dazu gehört auch die Bildung einer Krabbelgruppe, die im November eingerichtet wird.

All das ist nicht nur zugänglich für die Eltern, deren Kinder in St. Bonifatius oder am Heideberg betreut werden, sondern für alle, die sich für das eine oder andere Thema interessieren. Mithin eine Möglichkeit für Erwachsene, etwas enger zusammen zu rücken – etwa auch für jene mit Migrationshintergrund, für die solche Kontakte mehr als wichtig sind.

Mit St. Bonifatius/„Momo“ schickt sich ein Verbund an, als viertes Werdohler Familienzentrum anerkannt zu werden. Das erste dieser Art entstand auf der Königsburg. Die evangelische Einrichtung „Arche Noah“ an der Waldstraße machte sich im Kindergartenjahr 2006/2007 auf den Weg – damals im Zuge eines Pilotprojektes – und bezog später auch den benachbarten St. Franziskus-Kindergarten mit ein.

Zwei Jahre später folgte die Awo-Kindertagesstätte „Sonnenschein“ in Pungelscheid; nun folgt der Verbund St. Michael/„Budenzauber“, und im nächsten Jahr folgen – wenn alle geforderten Kriterien erfüllt sind – die Versetaler.

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