Familien genießen Sommernachmittag im Freibad

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Auch wer ohne Begleitung ins Freibad kommt, bleibt nicht lange alleine: Hier trifft man immer wieder Freunde und Bekannte aus dem Kindergarten oder der Schule.

Werdohl - Vanessa geht vorsichtig bis zum Rand des Drei-Meter-Brettes, schaut einen Moment lang hinunter ins Becken, holt tief Luft und springt. Stolz schwimmt die Fünfjährige zum Rand, wo schon ihre Mutter Claudia Tank und deren Freundin Laura Stahlhacke warten, klettert aus dem Wasser und läuft gleich wieder zur Leiter, um noch einmal ihren Mut unter Beweis zu stellen.

Vanessa und ihre Mutter haben eine Dauerkarte für das Werdohler Freibad und gehen jeden Nachmittag schwimmen, sofern das Wetter es zulässt. Den Sprung vom Drei-Meter-Brett hat das Mädchen aber erst vor einer knappen Woche zum ersten Mal gewagt – jetzt kann sie gar nicht genug davon bekommen.

Auch Laura Stahlhacke und ihre Kinder verbringen fast jeden Tag im Freibad. „Wir tanken Sonne und die Kinder können spielen, abends sind sie dann müde“, sagt die dreifache Mutter und lacht. „Der Kindergarten hat im Moment Betriebsferien, da müssen wir ja etwas Schönes unternehmen“, ergänzt Claudia Tank. „Hier trifft man auch häufig Bekannte aus der Kita oder aus der Schule.“

Am Samstag jedoch hatten offenbar nur wenige Werdohler Lust, sich im Wasser auszutoben und abzukühlen – obwohl das Wetter bis zum Nachmittag hielt und mit sommerlichen Temperaturen um die 25 Grad durchaus zum Baden einlud. Neben den sportlichen Frühschwimmern, die vormittags ihre Bahnen zogen, und etlichen Dauerkartenbesitzern fanden kaum Gäste den Weg ins Ütterlingser Bad. „Es kommt häufiger vor, dass auch bei bestem Wetter kaum jemand herkommt“, hat Claudia Tank beobachtet. „An anderen Tagen hat man das Gefühl, im Becken nur zu stehen, weil es so voll ist.“

Zu den Stammgästen, die bis zum späten Nachmittag blieben, gehörte am Samstag eine Gruppe Werdohlerinnen und Altenaerinnen. „Wir treffen uns hier schon seit Jahren jeden Tag“, erzählte eine der Freundinnen, die es sich auf einer Reihe von Liegestühlen im Schatten bequem gemacht hatten. „Wir schwimmen mindestens eine Stunde, um fit zu bleiben, dann genießen wir das lustige Beisammensein.“ Erst als gegen 16.30 Uhr das Freibad wegen eines Gewitters vorzeitig schließen musste, packten die fünf Frauen ihre Sachen zusammen – die Verabredung für den nächsten Tag stand bereits.

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