Grünes Licht nach dem Lockdown

Fahrschule fährt Betrieb wieder hoch

Mit Maske und auf Abstand: So kann in den heimischen Fahrschulen – wie hier bei Bastian Häring – jetzt auch der theoretische Unterricht stattfinden.
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Mit Maske und auf Abstand: So kann in den heimischen Fahrschulen – wie hier bei Bastian Häring – jetzt auch der theoretische Unterricht stattfinden.

„Als Selbständiger bin ich natürlich begeistert, endlich wieder voll arbeiten zu dürfen“, sagt Fahrschulbesitzer Bastian Häring. Wie die anderen Fahrschulbetreiber in der Region auch, bekam Häring in dieser Woche die Mitteilung vom Straßenverkehrsamt, dass er den Betrieb wieder fahren darf wie in der Zeit vor dem Lockdown ab November.

Konkret bedeutet das, dass er nun wieder alle Fahranfänger bedienen darf. In den zurückliegenden Monaten durfte er sich nur mit Schülern ins Auto setzen, die bereits die Hälfte der benötigen Fahrstunden vor dem zweiten Corona-Lockdown absolviert hatten. . Auch theoretischer Unterricht in seiner Fahrschule am Eggenpfad fand nicht in gewohnter Form statt.

Nach der lang ersehnten guten Nachricht für ihn, telefonierte Fahrlehrer Häring all seine Schüler ab. Und innerhalb kürzester Zeit waren alle Praxis-Unterrichtsstunden bis Ende der Woche ausgebucht. Und auch die ersten theoretischen Unterweisungen nach den jüngsten Lockdown-Lockerungen waren für Dienstagnachmittag angesetzt und ausgebucht.

Abstand und Lüften

Platz nehmen dürfen dabei in der Fahrschule Häring neben dem Inhaber noch acht Schüler. Durch Stühle, die eineinhalb Meter voneinander entfernt stehen, soll ein Abstand gewährleistet werden, der das Ansteckungsrisiko möglichst minimiert. Ein Desinfektionsmittelspender am Eingang sowie Lüftungsphasen komplettieren die Vorsichtsmaßnahmen. „Schnelltests sind keine vorgeschrieben“, sagt Häring, der damit wieder die Vorgaben erfüllen muss, die für sein Unternehmen bereits im Sommer und Frühherbst gegolten hatten.

Dass er keinen seiner Schüler auf eine mögliche Infektion mit dem Corona-Virus testen muss, wundert ihn aber durchaus: „Es ist ja jetzt nicht sicherer als vor vier Monaten. Es ist ja immer noch kaum einer geimpft – in der Altersgruppe meiner Klientel sowieso niemand.“ Glücklich sei er allerdings, dass nun eine landesweite Regelung in Kraft getreten sei „und kein Flickenteppich, der von Stadt zu Stadt unterschiedlich aussieht“. In solch einem Fall hätte es einen Fahrschul-Tourismus über die Ortsgrenzen hinweg gegeben, ist sich Häring sicher.

Häring hofft auf schnellen Impftermin

Er selbst hat übrigens eine ganz klare Einstellung: „Ich würde mich sofort impfen lassen. Mit der Impfung fühlt man sich einfach sicherer. Das Risiko sinkt dann ja.“ Doch Häring gehört bislang nicht zu den Personen mit einer hohen Impfpriorität. „Als Fahrlehrer bin ich auch ein Lehrer. Deshalb hoffe ich, dass unsere Gruppe bei den Impfungen auch noch vorgezogen wird.“

Zehn bis zwölf Prozent weniger Umsatz habe er 2020 coronabedingt erwirtschaftet mit seiner Fahrschule. „Und dieses Jahr hat mich noch größeren Einschnitten begonnen. Wie es nun weitergeht, das weiß ja kein Mensch“, ist er trotz der jüngsten Lockerungen nur verhalten optimistisch. Jedenfalls befinde er sich in einem engen Austausch mit seinem Steuerberater, stets auf der Suche nach staatlichen Hilfszahlungen.

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