Staus und Verzögerungen durch Arbeiten an Werdohls Nadelöhr 

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Die Inselstraße wird ab dem 22. Oktober zur Baustelle, weil die Stadt im Auftrag von Straßen.NRW die Fahrbahndecke sanieren lassen wird. Das Edeka-Parkhaus (rechts) soll aber erreichbar bleiben.

Werdohl - Autofahrer in Werdohl müssen sich in den Herbstferien auf massive Behinderungen und Verzögerungen einstellen. Die Stadt lässt auf der Inselstraße (L 655) die Fahrbahndecke sanieren. Das hat Umleitungen zur Folge und dürfte für Staus sorgen.

Nachdem der Nordheller Weg bereits vor zwei Jahren eine neue Fahrbahndecke erhalten hat und bevor ein Stück der Lennestraße im Zuge des Neubaus der Lennebrücke saniert wird, soll nun also die dazwischen liegende Inselstraße auf einer Länge von rund 170 Metern mit einem neuen Belag versehen werden.

Diese Maßnahme war eigentlich schon für das vergangene Jahr vorgesehen, die Ausführung hat sich aber verzögert und soll jetzt ab dem 22. Oktober nachgeholt werden.

Beeinträchtigungen des Verkehrs sind an dieser Stelle aber schon ab dem 20. Oktober zu erwarten, denn an diesem Samstag wird die Baustelle bereits eingerichtet.

Bauzeit beträgt etwa zehn Arbeitstage

Am Montag, 22. Oktober, soll dann damit begonnen werden, die gesamte Fahrbahn der Inselstraße und die Einmündung zur Karlstraße etwa zehn Zentimeter tief abzufräsen. Im Anschluss daran sollen die Binder- und die Deckschicht der Straße neu aufgebracht werden. Martin Hempel, Leiter der Tiefbau-Abteilung im Werdohler Rathaus, rechnet mit einer Bauzeit von zehn bis elf Arbeitstagen.

Die eigentlichen Bauarbeiten bereiten Hempel auch kein Kopfzerbrechen. „Das ist für ein Bauunternehmen Tagesgeschäft“, erwartet er keine großen Probleme. Schwieriger sei die Verkehrsführung während der Bauzeit. „Das ist ein Nadelöhr von Werdohl“, weiß er sehr wohl, dass das Verkehrsaufkommen auf dem kurzen Straßenstück recht hoch ist. Kein Wunder: Auf den beiden Kreuzungen im Bahnhofsviertel teilt sich der Verkehr in die Richtungen Lüdenscheid, Plettenberg, Altena und Innenstadt.

Großräumige Umleitung

Ein Teil des Durchgangsverkehrs solle schon dadurch aus dem Baustellenbereich herausgehalten werden, dass bereits an der Autobahn-Anschlussstelle in Lüdenscheid Hinweisschilder auf eine Umleitung über die B 229 durch das Versetal aufgestellt würde, sagte Hempel. „Dort gibt es zwar auch eine Baustelle, aber darauf können wir leider keine Rücksicht nehmen.“

Hempel erhofft sich von dieser großräumigen Umleitung den Effekt, dass weniger Fahrzeuge über den Höhenweg nach Werdohl hineinfahren und auf der Kreuzung Nordheller Weg/Bahnhofstraße/Inselstraße landen. Dort geht es dann nämlich nur geradeaus in Richtung Bahnhof oder nach rechts über die Stadtbrücke in Richtung Innenstadt weiter.

Belastung für die Innenstadt steigt

Durch die Rechtsabbieger vom Nordheller Weg erwartet Hempel ein höheres Verkehrsaufkommen insbesondere an der Ecke Goethestraße/Derwentsider Straße vor dem „Trog“. Hempel: „Das wird für die Innenstadt eine Belastung werden, es wird dort lange Wartezeiten geben.“ Allerdings hält er dies immer noch für eine bessere Lösung als eine Vollsperrung des Nordheller Weges.

Die Inselstraße selbst wird während der Bauarbeiten für den normalen Autofahrer zum Sperrgebiet. Zumindest aus Richtung Nordheller Weg und Bahnhofstraße ist der Bereich komplett gesperrt. Aus Richtung B236 ist ein Befahren nur bis zum Edeka-Parkhaus erlaubt. „Das wird während der gesamten Bauzeit erreichbar sein“, versicherte Hempel.

Ausnahmegenehmigungen gibt es für Linienbusse, die ja den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) am Bahnhof anfahren und verlassen müssen. Sie dürfen durch die Baustelle fahren. „Das gilt selbstverständlich auch für Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeifahrzeuge“, stellte Tiefbau-Chef Hempel klar. Die Werdohler Polizeiwache befindet sich an der Heinrichstraße.

Provisorische Fußgängerampeln

Damit Fußgänger zumindest an zwei Stellen sicher über die Straße kommen, sollen zwei provisorische Fußgängerampeln aufgestellt werden. Die drei regulären Ampelanlagen im Baustellenbereich werden nämlich während der Bauzeit komplett abgeschaltet. „Dafür werden aber an der Bahnhofstraße im Bereich der Pizzeria und an der Lennestraße im Bereich der Tankstelle Fußgängerampeln platziert“, kündigte Hempel an. Weil ein Teil der Bauzeit in die Herbstferien fällt und deshalb weniger Schüler unterwegs seien, hält er diese Reduzierung für vertretbar.

Land übernimmt Sanierungskosten

„Das wird für zwei Wochen schwierig“, sagte Martin Hempel über die Verkehrsführung während der Bauphase, „aber dann haben wir wieder für lange Zeit eine gute Hauptverkehrsstraße.“ Dauern sollen die Arbeiten bis zum Ende der ersten November-Woche. Das wird laut Hempel dadurch möglich, dass das Bauunternehmen auch samstags auf der Baustelle sein wird.

Die Kosten der Maßnahme sind mit rund 180 000 Euro kalkuliert. Die allerdings wird nicht die Stadt Werdohl, sondern das Land NRW übernehmen. Die Stadt hat eine Übereinkunft mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW getroffen, nach der der Landesbetrieb die Geldmittel und die Stadt die Planungskapazitäten zur Verfügung stellt.

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