"Stümperhafte Aktion": Kritik an Wassergutachten für Westpark

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Werdohl - Die Berichterstattung über die angeblich schlechte Wasserqualität im Westpark hat auf der Facebook-Seite unserer Zeitung ein großes Echo gefunden. Die Kommentatoren können durchweg die Aufregung nicht verstehen.

Manuela Balkenohl findet die Sorge der Westpark-Gegner übertreiben: „Als nächstes wird warmes Wasser gefordert, damit sich die Kinder nicht erkälten. Wir desinfizieren an allen Ecken unser Umfeld und wundern uns über immer mehr Allergien?“

Auf die heilsame Wirkung von Schmutz verweist Lars Winzer: „Dreck reinigt den Magen und beugt Krankheiten vor! Ohne Erreger keine Antikörper.“

Peter Rittinghaus versteht die Vorgehensweise der Kritiker nicht und wirft ihnen vor, sich mit dieser „stümperhaften Aktion“ unglaubwürdig zu machen: „Man kann doch kein Trinkwassergutachten für das betroffene Gewässer erstellen“, meint er.

Martin Teop zieht einen Vergleich mit dem Ganges, dem heiligsten Fluss der Hindus: „Seit Jahrhunderten baden Kinder in ihm und trinken sogar das Wasser, ohne Hinweise auf besondere Erkrankungen im Vergleich zum Rest von Indien.“ Dass die Kritiker im Westpark auch noch Warnschilder aufgehängt haben, kann er gar nicht verstehen: „Wer so ein Schild aufstellt, lässt seine Kinder wahrscheinlich nicht mal im Matsch spielen“, vermutet er.

Gabriele Lukas erinnert sich daran, in den 1960er-Jahren in und an der Lenne gespielt zu haben. „Wir haben es überlebt und hatten keine Neurodermitis oder sonstige heute so modernen Krankheiten.“

Jürgen Rademacher nervt die Diskussion um den Westpark. Er findet es, „gut dass die Stadt weiter an einem schönen Umfeld arbeitet".

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[31.05.2018]

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