Bäume an der Goethestraße stehen unter Beobachtung

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Baumgutachter Michael Birke klopft mit einem Holzhammer auf den Stamm der Linde. Am Klang kann er erkennen, ob der Baum noch gesund ist.

Werdohl - Sie prägt das Stadtbild Werdohls, die Lindenallee an der Goethestraße. Und genau darum möchte die Stadt sie auch so lange wie möglich erhalten. Der Baubetriebshof hält deshalb ein waches Auge auf die rund 100 Bäume, die zwischen 80 und 100 Jahre auf dem Buckel haben.

Regelmäßig kontrolliert der städtische Baumkontrolleur Siegfried Maucher, ob die Standfestigkeit der Linden noch gewährleistet ist. Eine Überprüfung der sicherheitsrelevanten Bäume in Straßennähe ist zweimal im Jahr – mit und ohne Blattwerk – vorgeschrieben. Vor zwei Jahren sind bei einer Kontrolle sechs Linden in den Fokus geraten, die faule Stellen und andere Schäden aufwiesen.

Die hat Maucher ganz besonders im Auge behalten. Am Mittwoch hat er sie zusammen mit dem Mendener Baumgutachter Michael Birke noch einmal eingehend untersucht. Mit Sondierstange und Klopfhammer hat der Experte jeden einzelnen Baum bearbeitet.

Am Tonfall der Klopfgeräusche kann er erkennen, ob der Baum krank oder von einem Pilz befallen ist. Mit der Sondierstange überprüft er die Struktur des Holzes an den Stellen, an denen Rinde beschädigt worden ist, möglicherweise durch ein Fahrzeug. Ein Ergebnis dieser Untersuchung liegt der Stadt zwar noch nicht vor, aber Uwe Bettelhäuser, Leiter des Baubetriebshofes, ist zuversichtlich: „Ich glaube nicht, dass Bäume gefällt werden müssen.“

Ziel der regelmäßigen Untersuchungen sei auch, frühzeitig Gefahren zu erkennen und Maßnahmen einleiten zu können, die dem Erhalt der Bäume dienen. „Wir wollen möglichst alle Alleebäume erhalten“, versicherte er. Nicht immer können Bäume gerettet werden. Beispielswiese muss die Stadt nun zwei Linden aus der Allee in Lengelsen fällen lassen. Sie sind vom Brandkrustenpilz befallen. Allerdings soll Ersatz gepflanzt werden.

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