Gewerbepark Eveking an Investor verkauft

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Roland Otte führte nach dem Tod von Klaus Tennigkeit die Geschäfte des Gewerbeparks in Eveking weiter. Nach der Insolvenz gelang es Otte den Park wieder attraktiv zu machen.

WERDOHL ▪ „An der Geschichte hängt natürlich viel Herzblut, aber meine Aufgabe ist mit dem Verkauf beendet“, sagt Roland Otte, ehemaliger Geschäftsführer des Gewerbeparks Eveking. Bereits im September wurde der Gewerbehof an der Verse an das Unternehmen Kaub mit Hauptsitz in Göttingen verkauft

Von Alisa Kannapin

Mit dem Verkauf wäre das Kapitel für Otte abgeschlossen, schließlich ist er in erster Linie Inhaber eines Planungsbüros in Sundern. Aber ganz loszulassen fällt ihm noch schwer: „Wenn von Seiten des neuen Inhabers Interesse besteht, würde ich meine Hilfe weiter anbieten.“

1997 kaufte der Ingenieur Klaus Tennigkeit die Industriebrache in Eveking, wo zuletzt das Druckgusswerk Moessner ansässig war. In Zusammenarbeit mit Roland Otte wandelte er das Gelände sukzessive in einen Gewerbepark um. „Die Gebäude und die gesamte Infrastruktur waren damals überholt“, erklärt Otte. „Es mussten unter anderem Flächen umgebaut und die Energieversorgung erneuert werden.“ Nach einigen Baumaßnahmen entstand auf dem 30 000 Quadratmeter großen Gelände der Gewerbepark Eveking – eine Immobilie, in der Unternehmen verschiedener Branchen ebenso ein „Zuhause“ finden, wie soziale und kulturelle Einrichtungen. Nachdem der Park über Jahre eine Auslastung von durchschnittlich 80 Prozent hatte, entstand ab 2006 eine finanzielle Schieflage. Das Plettenberger Unternehmen Dura, das mit fast 6000 Quadratmetern die größte Fläche im Park angemietet hatte, zog aus. „Das ist fast die Hälfte der vermietbaren Fläche“, sagt Otte heute, der die Geschäfte nach dem Tod von Klaus Tennigkeit in 2008 weiterführte, und betont die Problematik: „Man muss erstmal ein Unternehmen finden, das einen so großen Flächenbedarf hat.“ Das Kapital des Gewerbeparks seien die Mieter. Im Zuge der Wirtschaftskrise vor drei Jahren wurde die Luft immer dünner, als zwei Firmen pleite gingen und andere die Miete nicht mehr zahlen konnten. 2009 entschied sich Otte dazu Insolvenz anzumelden. Später wurde er vom gerichtlich bestellten Insolvenzverwalter Manfred Gottschalk damit beauftragt, die Geschäfte weiterzuführen.

Nach diesen nicht leichten Zeiten gelang es Otte und seinem Team wieder eine gute Vermietungssituation zu schaffen. Im vergangenen Dezember konnte Thyssen Krupp VDM als Mieter für die größte Teilfläche gewonnen werden. „Dadurch hat die Immobilie wieder an Attraktivität gewonnen“, sagt Otte. Zusammen mit der guten Auslastung, die derzeit bei rund 80 Prozent liege, sei dann auch ein Verkauf an die Kaub GmbH & Co. KG möglich gewesen. Otte ist mit der Veräußerung zufrieden. „Kaub hat die Mitarbeiter des Parks übernommen und wenn der Vermietungsstandard gehalten wird, sollten die Geschäfte weiterhin gut laufen.“ So sieht es auch der neue Inhaber selbst, wie Senior-Geschäftsführer Norbert Meier betont: „Wir haben unserer Meinung nach ein gutes Geschäft gemacht und die Immobilie bleibt in unserem Bestand.“

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